Fostering Systemic Societal Transformation for Biodiversity Conservation through Nature Reconnection
Abstract
Die Verbundenheit mit der Natur wird zunehmend als ein zentraler Treiber gesellschaftlicher Transformation hin zum Schutz der biologischen Vielfalt anerkannt. In Übereinstimmung mit den Zielen des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) – insbesondere Ziel 12, das auf die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Biodiversität abzielt, sowie Ziel 19, das den Aufbau von Kapazitäten und Wissensgrundlagen in der gesamten Bevölkerung durch erhöhte Sensibilisierung, Bildung und Beteiligung an Biodiversitätsschutzmaßnahmen fördert – hebt das Projekt die synergetische Rolle von Naturerfahrung und Naturverbundenheit als Motor für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen zum Schutz der Biodiversität hervor. Dieses Projekt zielt darauf ab, transformative Wirkungen für die Biodiversität und sozio-ökologische Systeme durch das Societal Transformation Laboratory for Nature Reconnection Advocacy zu erzielen, das in drei Pilotregionen in Mitteleuropa umgesetzt wird. Durch die Generierung handlungsrelevanten Wissens möchten wir die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie zur Förderung von Naturerfahrung und Naturverbundenheit sowie eines integrierten Landschaftsmanagement-Rahmens unterstützen. Im Zentrum dieses Ansatzes steht das Verständnis und die Berücksichtigung vielfältiger Werte und Weltanschauungen in Bezug auf die Wechselwirkungen zwischen Biodiversität, menschlichem Verhalten und Einstellungen. Dies ermöglicht die co-kreative Entwicklung naturpositiver Visionen, Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteur:innen. Das Projekt wird das Verständnis dafür vertiefen, wie Gerechtigkeitsfragen, Machtverhältnisse und ökonomische Beziehungen die Nutzung natürlicher Ressourcen beeinflussen, einschließlich Muster nachhaltigen Konsums. Unsere Arbeit wird transformative Maßnahmen in verschiedenen Bereichen der Raum- und Landschaftsplanung, der Forstwirtschaft, der Landschaftsökonomie und der Gesellschaft ausweiten, innovative Community-Science-Praktiken fördern und die sozio-ökologische Kompetenz sowohl in Entscheidungsprozessen als auch in der öffentlichen Beteiligung stärken. Auf diese Weise sollen Bürger:innen und Stakeholder befähigt werden, aktiv zu naturpositiven Zukünften beizutragen. Die Metropolregionen / Urban Functional Areas (UFA) von Warschau (PL), Wien (AT) und Stuttgart (DE) dienen als Beispiele für eingeschränkte Naturerfahrung infolge von Urbanisierungsprozessen und hoher Freizeitnutzung. Diese Faktoren führen zu Übernutzung, Verschmutzung, der Ausbreitung invasiver Arten und Habitatverlusten. In Kombination mit einer durch die Klimakrise verringerten Resilienz resultieren diese Prozesse in einem Rückgang der Biodiversität. Eine geeignete, partizipative Planung kann die Naturerfahrung und Naturverbundenheit erhöhen und damit naturpositive Einstellungen und Praktiken fördern. Wir verfolgen einen systemischen Ansatz, um die vielschichtigen Herausforderungen des Biodiversitätsverlusts in urbanen Metropolregionen anzugehen, die wir als komplexe, dynamische und adaptive sozial-ökologische Systeme verstehen.
Mitarbeiter*innen
Karolina Taczanowska
Priv.-Doz. Dipl.-Ing.Dr. Karolina Taczanowska
karolina.taczanowska@boku.ac.at
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Projektleiter*in
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Fruzsina Stefan MSc
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01.03.2026 - 28.02.2029
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Partner