Urbaner Kältebedarf Wien
Abstract
Entsprechend Artikel 25 der Energieeffizienzdirektive der EU (EED III, Richtlinie (EU) 2023/1791) sind Gemeinden mit über 45.000 Einwohner:innen ab 2025 verpflichtet, lokale Pläne für die Wärme- und Kälteversorgung auszuarbeiten. Diese haben unter anderem den konkreten Bedarf, die bestehende Infrastruktur und mögliche Potenziale zu beinhalten, wobei der Grundsatz der Energieeffizienz an erster Stelle steht. Grundlage für die Erstellung solcher Pläne ist eine fundierte Kenntnis über die Entwicklung des Wärme- und Kältebedarfs, um in Kombination mit effizienzsteigernden Maßnahmen verschiedene Entwicklungsszenarien abzubilden und diese in die Formulierung städtischer Kältestrategien einfließen zu lassen. Auf Grundlage der Ergebnisse der seitens des BMK in Auftrag gegebenen F&E Dienstleistung „Urbaner Kältebedarf Österreich (UKÖ) 2030/2050“ sowie unter Heranziehung der Ergebnisse detaillierter Gebäudesimulationen seitens des Auftraggebers unter Berücksichtigung großstädtischer Spezifika (bspw. hinsichtlich des Gebäudebestands) besteht das Projektziel darin, zu prüfen, in welcher räumlichen und sachlichen Auflösung (1) öffentlich verfügbare Datengrundlagen die raumrelevanten Einflussfaktoren für den Kältebedarf einer Großstadt abbilden können und (2) die Ermittlung des Kältebedarfs am Beispiel der Stadt Wien im Status-Quo sowie bis zum Jahr 2050 vorgenommen werden kann.
Mitarbeiter*innen
Lore Abart-Heriszt
Dipl.-Ing.Dr. Lore Abart-Heriszt
lore.abart@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85523
Projektleiter*in
15.02.2026 - 14.05.2026