Von der Isolation zur Vernetzung: Fledermäuse in fragmentierten Wäldern
- Ökosystemmanagement und Biodiversität
- Landschaft, Wasser, Lebensraum und Infrastrukturen
Abstract
Wälder, insbesondere strukturreiche Laubwälder mit altem Baumbestand, sind essenzielle Lebensräume für die meisten heimischen Fledermausarten. Sie dienen als Jagdgebiete sowie Sommer- und Winterquartiere. In Niederösterreich, speziell im Weinviertel, finden sich solche Wälder, die eine hohe Dichte gefährdeter Arten wie der Nymphen-, Bechstein- und Wimperfledermaus aufweisen. Intensive Landwirtschaft fragmentiert jedoch diese Lebensräume, was die genetische Vielfalt und Stabilität der Fledermauspopulationen gefährdet. Das Projekt „Von der Isolation zur Vernetzung: Fledermäuse in fragmentierten Wäldern“ zielt darauf ab, die Lebensraumvernetzung zu fördern. In der Modellregion Großweikersdorf werden entscheidende Strukturen identifiziert, welche die Verbindung zwischen Sommer- und Winterquartieren sicherstellen. Mithilfe von Telemetrie, genetischen Analysen und räumlichen Konnektivitätsanalysen werden Bewegungsmuster und Vernetzungsstrukturen untersucht. Öffentlichkeitsarbeit soll das Bewusstsein für den Schutz der Fledermäuse und ihrer Lebensräume stärken. Die Ergebnisse des Projekts sollen modellhafte Lösungen für andere Regionen bieten und zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fledermäusen beitragen.
Mitarbeiter*innen
Corinna Schmiderer
Mag.Dr. Corinna Schmiderer
corinna.schmiderer@boku.ac.at
BOKU Projektleiter*in
01.01.2026 - 31.10.2028
Georg Gruber
Georg Gruber M.Sc.
georg.gruber@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85327
Projektmitarbeiter*in
01.01.2026 - 31.10.2028
BOKU Partner
Externe Partner
Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich
Markus Milchram
Koordinator