Kühlen statt Kübeln
Abstract
Untersuchungen zeigen, dass bei vielen Schulen in Wien regelmäßig große Mengen an Lebensmittelüberschüssen beim Mittagessen entstehen. Trotz Bemühungen die Bestellmengen zu optimieren, bleibt das Abfallaufkommen hoch. Bereits ausgegebene Speisen dürfen aus hygienischen Gründen nicht weiterverwendet werden. Auch ungeöffnete, aber erwärmte Speisen wären grundsätzlich noch genießbar, können jedoch mangels geeigneter Kühlmöglichkeiten nicht weitergegeben werden und müssen entsorgt werden. Gleichzeitig besteht bei sozialen Einrichtungen ein laufender Bedarf an Lebensmitteln, der derzeit aufgrund logistischer und rechtlicher Hürden nicht ausreichend gedeckt werden kann. Dadurch bleibt ein großes Potenzial zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung ungenutzt. Erst kürzlich wurden rechtliche und hygienische Bedenken seitens MA56 (Schulen) und MA 59 (Marktamt) geklärt und einer Weitergabe von Lebensmitteln aus dem Schulcatering steht bei entsprechender Kühlung der Lebensmittel nichts mehr im Wege. Ziel des Projekts ist die Anschaffung und Implementierung von fünf Schnellkühler/ Schockfrostern an ausgewählten Schulstandorten. Diese ermöglichen eine schnelle und hygienisch sichere Abkühlung von überschüssigen, originalverschlossenen Speisen (z. B. von +65 °C auf +3 °C), sodass diese gesetzeskonform an soziale Einrichtungen weitergegeben werden können. Das Projekt umfasst die Auswahl, Beschaffung und Installation der Geräte für im Vorfeld identifizierte Schulen und gemeinnützige Einrichtungen. Durch die Zusammenarbeit zwischen Schulen und sozialen Einrichtungen sollen langfristige regionale Kooperationen aufgebaut und Lebensmittelabfälle reduziert werden.
Mitarbeiter*innen
Gudrun Obersteiner
Dipl.-Ing.Dr. Gudrun Obersteiner
gudrun.obersteiner@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-81319
Projektleiter*in
01.09.2026 - 30.11.2026