Genetische Variation und Anpassungsfähigkeit zentraler Nadelbaumarten: Evidenzbasierte Herkunfts- und Sortenempfehlungen für eine klimaresiliente Forstwirtschaft
Abstract
Die Wälder Mitteleuropas stehen durch Klimawandel, Trockenperioden und zunehmende Schädlingskalamitäten unter erheblichem Anpassungsdruck. Nadelbaumarten bleiben trotz des wachsenden Interesses an Laubholz aufgrund ihrer hohen ökonomischen Bedeutung unverzichtbar. Ziel des Projekts ist es daher, die adaptive Variation und Anpassungsfähigkeit zentraler Nadelholzarten – Fichte (Picea abies), Douglasie (Pseudotsuga menziesii), Schwarzkiefer (Pinus nigra) und Libanon-Zeder (Cedrus libani) – systematisch zu erfassen und für waldbauliche Entscheidungen nutzbar zu machen. Dazu werden klassische Herkunftsversuche mit modernen genomischen Ansätzen kombiniert, um genetische und phänotypische Variation umfassend zu charakterisieren. Klimakammertests unter simulierten Extrembedingungen ermöglichen die Identifikation herkunftsspezifischer Anpassungsmuster und ihrer genetischen Grundlagen. Das Projekt verfolgt einen integrativen Ansatz, der genetische Variation, Anpassungsfähigkeit und die praktische Verfügbarkeit von hochwertigem Pflanzgut gleichermaßen berücksichtigt. Die daraus abgeleiteten Herkunfts- und Sortenempfehlungen liefern unmittelbar anwendbares Wissen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und tragen wesentlich dazu bei, die Wälder Mitteleuropas resilient gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels zu gestalten.
Mitarbeiter*innen
Simon Alexander Jansen
Dipl.-Ing.Dr. Simon Alexander Jansen
simon.jansen@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-91314
Projektleiter*in
15.09.2026 - 14.09.2029