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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Magdalena Mayrhofer (2015): Validierung der automatischen Erfassung der physischen Belastung von MelkerInnen beim Melken in Melkständen oberösterreichischer Betriebe.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 99. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der Milchviehhaltung sind die Auswirkungen verschiedener Melksysteme und deren Ausstattung auf die physische Belastung bei Männern und Frauen wenig bekannt. Zahlen zur Arbeitsbelastung bei der Melkarbeit im Melkstand nach Arbeitsvorgängen und Geschlecht sind in der Literatur noch nicht vorhanden, weshalb das Ziel der Arbeit die Erfassung der physischen Belastung während der Melkarbeit nach Arbeitsvorgängen anhand des Sauerstoffverbrauchs (VO2), der Herzfrequenz (HF) und des Energieumsatzes (AkJ, Watt) für Landwirtinnen war. Die Messungen wurden auf vier Milchviehbetrieben in Oberösterreich bei acht Personen durchgeführt, wobei von den MelkerInnen vier männliche und vier weibliche LandwirtInnen im Alter von 45 bis 52 Jahren waren. Die Datenaufnahme erfolgte während der Melkarbeit in den Melkstandtypen Side-by-Side und Fischgräten Swing-Over. Zur genaueren Belastungsanalyse wurde die gesamte Arbeit in die Arbeitsteilvorgänge Vorbereitungsarbeit, Melkprozess und Nachbereitungsarbeit unterteilt, deren Ergebnisse analysiert und beurteilt wurden. Die gesamte Melkarbeit (86 min) wurde mit einem durchschnittlichen Sauerstoffverbrauch von 46.5 l/h und einer Herzfrequenz von 98 bpm, unter der Dauerleistungsgrenze, verrichtet. Zu Überschreitungen der DLG kam es bei den Vor- und Nachbereitungsarbeiten. Bei der Melkarbeit wurde mit einer relativen Belastung von 32.4% der maximalen Sauerstoffaufnahme eine moderate Belastung und mit 143 W/m2 ein mittlerer Energieumsatz ermittelt. Während der gesamten Melkarbeit war die Belastung bei den Melkerinnen um 9.2% höher als bei den Melkern. Eine Reduzierung der physischen Arbeitsbelastung bei den Vor- und Nachbereitungsarbeiten kann durch zusätzliche Pausen, langsameres Arbeitstempo, Arbeitsteilung sowie technische Hilfsmittel erzielt werden.

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth

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