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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Kathrin Schuller (2016): Methodenvergleich zum Nachweis käsereischädlicher Clostridien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Lebensmittelwissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 121. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der vorliegenden Masterarbeit mit dem Titel „Methodenvergleich zum Nachweis käsereischädlicher Clostridien“ wurden methodische Aspekte beim Nachweis von Buttersäure bildenden Clostridien in Rohmilch behandelt. Dabei stand die Spezies Clostridium tyrobutyricum im Mittelpunkt. Befinden sich genannte Mikroorganismen in der Rohmilch, so kann es während der Reifungszeit von Hart- und Schnittkäse zur so genannten Spätblähung kommen. Dieser Qualitätsmangel führt in weiterer Folge zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten des Produktionsbetriebs. Mikroorganismen dieser Art zählen zu den Buttersäure bildenden Clostridien und können unter Anderem in Silage schlechter Qualität nachgewiesen werden. Letztendlich erfolgt die Kontamination der Rohmilch mit Clostridien durch mangelnde Fütterungs-, Stall- und Melkhygiene. Je nach Käsetyp sind verschiedene Maßnahmen zur Entfernung der Sporen oder Hemmung der Sporenkeimung möglich bzw. erlaubt, wobei vor allem die Baktofugierung und der Einsatz von Lysozym oder Nitrat häufig angewandt werden. Die Strategie in den alpinen Hartkäsereigebieten (Heumilchregion) setzt hingegen auf Prävention. Die Spätblähungserreger sollen durch eine Reihe von Restriktionen betreffend eingesetzte Futtermittel und Hygienemaßnahmen gar nicht erst in die Rohmilch gelangen. Um die Käsereimilch auf das Vorhandensein von anaeroben Sporenbildnern zu prüfen, werden aktuell verschiedene MPN-Methoden angewendet. Im Zuge dieser Masterarbeit wurden drei verschiedene Rohmilchqualitäten über einen definierten Zeitraum mit vier verschiedenen MPN-Methoden auf den Gehalt an käsereischädlichen Clostridien geprüft. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Abhängigkeit des Ergebnisses von der jeweiligen Methodik. Die Identifizierung der Isolate ergab, dass die geprüften MPN-Medien das Wachstum einer Reihe anderer Bakterien neben Clostridium tyrobutyricum ermöglichen und damit die Selektivität stark eingeschränkt ist.

Beurteilende(r): Domig Konrad

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