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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christoph Imböck (2015): Zeitlicher Verlauf der Emissionen klimarelevanter Gase bei Körnermais nach verschiedenen Zwischenfrüchten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 76. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Klimaschädigende Gase wie Lachgas (N2O) oder Kohlendioxid (CO2) entstehen auch in der landwirtschaftlichen Produktion in beachtlichen Mengen. Auf einem Versuchsacker im oberösterreichischen Feuchtgebiet (Gemeinde Pötting) wurden diesbezüglich Messungen durchgeführt. Genauer untersucht wurde eine Maisanbaufläche in einem Zeitraum von Herbst 2012 bis Sommer 2013, welche zuvor mit verschieden Begrünungen angesät wurde. Zusätzlich wurde ein Teil der begrünten Fläche im November 2012 umgebrochen um festzustellen, ob es zu Veränderungen in der Emissionstätigkeit gegenüber der nicht umgebrochenen Fläche kommt. Für die Messung der Gasemissionen wurde die Closed Chamber Methode verwendet. Zusätzlich wurden Parameter wie Nmin, Bodentemperatur, Bodenfeuchte und der DOC-Gehalt erhoben. Die Emissionen der Wintermonate zeigten wie erwartet geringe Höhe. Doch die Emissionswerte der Monate Mai und Juni 2013 zeigten stark erhöhte Treibhausgas-Emissionnen. Bei Lachgas konnten Emissionswerte bis zu 2500 µg N2O/m2/h und bei CO2 Werte bis 56 mg CO2/m2/h. verzeichnet werden. Die höchsten Emissionen konnten vor allem nach Bodenbearbeitungen und Düngerapplikationen bzw. nach großen Niederschlagsereignissen verzeichnet werden. Die Parameter Bodenwassergehalt und Nmin-Gehalt waren zu diesen Zeitpunkten relativ hoch und förderlich für die Lachgasemissionsbildung. Aber auch eine Hacke zur Beikrautregulierung bei Mais zeigte eine Erhöhung der CO2-Emissionen. Bei den beiden Bodenbearbeitungsvarianten Pflug und Mulchsaat stellte sich heraus, dass die Variante Mulchssat geringfügig höhere Emissionen von Lachgas (+15,6 %) als auch von CO2 aufweist. Eine positive Wirkung durch Bewuchs auf die Lachgasbildung wurde bereits wissenschaftlich beschrieben und zeigte sich ebenfalls bei diesem Versuch. Einflüsse auf die Emissionshöhe durch die zwei Begrünungen Senf und die Begrünungsmischung „Wassergüte früh“ auf die Emission klimarelevanter Gase konnte statistisch nicht bestätigt werden.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Bodner Gernot

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