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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lorenz Pfungen (2015): Lignin Phenol Formaldehyde Wood Adhesives.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 75. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Aufgrund seiner phenolischen Struktur und der großen vorhandenen Menge von Lignin gibt es das Bestreben, Lignin als Ersatz für Phenol in phenolischen Klebstoffen einzusetzen. Ziel der Masterarbeit war es, ein Herstellungsverfahren für Lignin-Phenol-Formaldehydharze zu entwickeln. Der Phenolanteil der Harze wurde dabei mit bis zu 40% Lignin ersetzt. Die Hypothese war, dass Lignin-Phenol-Formaldehyd-Klebstoffe mit gleichen Eigenschaften wie gewöhnliche Phenol-Formaldehyd-Klebstoffe hergestellt werden können. Es wurden Harze mit 5, 10, 20, 30 und 40% Lignin, bezogen auf die Masse von Phenol, hergestellt, sowie ein Referenzklebstoff mit 0% Lignin. Für die Tests wurden Sarkanda Gras Soda Lignin und Kiefer Kraft Lignin Indulin AT™ eingesetzt. Zur Bestimmung einer geeigneten Synthesetemperatur wurden Screeningtests durchgeführt und anschließend die Reproduzierbarkeit geprüft. Um die Harzsynthese zu optimieren, wurden der Ablauf und die verwendeten Apparaturen mehrmals geändert. Unter Nutzung des optimierten Ablaufes wurden Harze hergestellt und charakterisiert. Es wurden Viskosität, Festharzgehalt (ISO 3251), B-Zeit (DIN 16916-2) als Maß für die Aushärtezeit, Wasserverdünnbarkeit (ISO 8989) und der Gehalt an freiem Formaldehyd (ISO 11402) bestimmt. Das Aushärteverhalten wurde mit Differential Scanning Calorimetry bestimmt. Die Auswirkung des Ligningehaltes auf die Klebefestigkeit wurde mittels einer Zugscherprüfung in Anlehnung an die ÖNORM EN 302-1 ermittelt. Die Proben wurden in unterschiedlichen Klimata (Behandlung A1+ und A2) gelagert und anschließend geprüft. Die Harze zeigten bei ihren Eigenschaften keine wesentlichen Unterschiede. Der Gehalt an freiem Formaldehyd, welcher mit steigender Konzentration von Lignin linear zunahm, war die Ausnahme. Ein erhöhter Ligningehalt führte weiters zu einer verzögerten Aushärtung. Die statistische Analyse der Zugscherprüfung hat gezeigt, dass bei beiden Klimata die mittleren Zugscherfestigkeiten der Gruppen unterschiedlich sind.

Beurteilende(r): Konnerth Johannes
1.Mitwirkender: Liebner Falk
2.Mitwirkender: Van Herwijnen Hendrikus

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