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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Dominik Sima (2007): Kumulierter Energieaufwand in der ökologischen Grundfutterproduktion.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 105 Seiten. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Kumulierten Energieaufwand in der ökologischen Grundfutterproduktion. Die Berechnung des Kumulierten Energieaufwandes basiert auf der VDI-Richtlinie 4600 (1997) zum Kumulierten Energieaufwand. Die Annahmen für die Berechung des Kumulierten Energieaufwandes stützen sich vorwiegend auf die von Scholz (1997) berechneten Werte bzw. wurden diese aus ausgewählten Literaturquellen entnommen. Als Bilanzraum dient ein ökologisch bewirtschafteter Grünlandbetrieb mit einer Grundfutterfläche von 10 ha, einem angenommenen Netto-Ertrag von rund 70 dt TM/ha bei einer Nutzungsintensität von drei Schnitten im Jahr. Zur Berechung des Kumulierten Energieaufwands werden drei unterschiedliche Konservierungsmethoden (Bodenheu, Belüftungsheu und Silage) herangezogen. Insgesamt stehen 14 unterschiedliche Konservierungsverfahren zur Verfügung, mit denen die einzelnen Berechnungen durchgeführt werden. Sie unterscheiden sich hinsichtlich dem TM-Gehalt zum Zeitpunkt der Futterbergung und der eingesetzten Maschinen bei der Grundfutterproduktion. Die Produktion von lose eingebrachtem Bodenheu, jene von Belüftungsheu sowie die der im Fahrsilo verdichteten Silage weisen den geringersten Kumulierten Energieaufwand (150 MJ/dt TM) auf. Energieintensive Ernteverfahren sind die Heu- und Silagerundballenerzeugung mit 190 MJ/dt TM. Grund dafür ist vor allem der energetische Mehraufwand, der bei der Herstellung der eingesetzten Wickelfolie und der Rundballenpresse entsteht. Daneben wurde der Kumulierte Energieaufwand in der ökologischen und konventionellen Kraftfutterproduktion zu Vergleichszwecken berechnet. Dieser ist deutlich höher als bei der Grundfutterproduktion und beträgt im Falle des ökologisch produzierten Kraftfutters 250 MJ/dt TM und des konventionell produzierten Kraftfutters 340 MJ/dt TM.

Beurteilende(r): Boxberger Josef

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