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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Mathias Loidl (2018): Waldbauliche Beurteilung des Bannwaldes Brentenkogel unter dem Gesichtspunkt des Steinschlag- und Lawinenschutzes.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 112. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Bannwald Brentenkogel soll Menschen, Siedlungen, Energieversorgungsanlagen und Verkehrswege des Landes sowie der Gemeinde vor Naturgefahren schützen. Erste Aufnahmen dieses Gebietes stammen aus dem Jahr 1982. 1999 folgte eine Wiederholungsaufnahme. Aufgrund der Erweiterung der Bannwaldfläche vom Bannwaldbescheid 1989 der BH Gmunden auf 110 ha wurde das permanente Stichprobennetz im Jahr 2009 im Zuge eines Pilotprojektes ebenfalls auf 110 ha erweitert. Des Weiteren wurde 2009 im Zuge dieses Projektes auf 26 Flächen im Bannwaldgebiet eine Bewertungsmatrix für verschiedene Kategorien entwickelt, welche als thematische Karten im Geoinformationssystem ArcGIS dargestellt worden sind. Ziel dieser Arbeit ist zum einen ein Vergleich der Waldentwicklung in den Jahren 1982 – 2017 und zum anderen die Entwicklung der Maßnahmenflächen zwischen 2009 – 2017. Die Auswertungen der Aufnahmen ergeben sowohl bei der Stichprobeninventur als auch bei der Betrachtung der Maßnahmenflächen ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis. Die Verjüngung weist aufgrund des stetigen Verbissdrucks, durch Steinschlag verursachte Schäden und das geschlossene Kronendach eine ungünstige Entwicklung auf. Ältere, durch Zäunung geschützte Flächen zeigen vor allem im oberen Bereich des Brentenkogels eine gute Entwicklung und werden in Zukunft ausreichenden Schutz gewährleisten. Lediglich im mittleren und unteren Teil ist auch in Zukunft aufgrund fehlender Jungwuchs- und Dickungsstadien mit abnehmender Schutzwirkung zu rechnen. Ausgehend von den Ergebnissen der Stichprobeninventur wurde mit dem Einzelbaumwachstumssimulator Prognaus Vers. Px 1.1 (LEDERMANN, 2007) die Waldentwicklung der nächsten 50 Jahre mit fünf unterschiedlichen Nutzungsvarianten simuliert. Die technischen Bauwerke sind größtenteils in Ordnung, jedoch ist auch hier in den nächsten 30 Jahren mit einem Zerfall zu rechnen. Damit der Schutzzustand in Zukunft gegeben ist, sind sofortige waldbauliche Maßnahmen zu treffen.

Beurteilende(r): Hochbichler Eduard

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