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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Paul Prenner (2018): Experimente zur Entwicklung einer Herkunftsempfehlung bei Weißtanne für die Region Hartberg/Stmk..
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 101. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde ein Weißtannenherkunftsversuch initiiert, welcher die Bedürfnisse des Bezirks Hartberg-Fürstenfeld (Steiermark / Österreich) widerspiegelt. Der Bezirk liegt im Hügelland, welches eine Übergangszone zum Grazer Becken darstellt. Zwei Versuchsflächen, welche die verschiedenen Seehöhenausdehnungen des Bezirks darstellen, wurden für den Versuch ausgewählt: eine Versuchsfläche am „Kulm“ auf einer Seehöhe von 920 m – 960 m und eine weitere Versuchsfläche in „Oberrohr“ auf einer Seehöhe von 360 m – 380 m. Zehn Herkünfte von Abies alba wurden untersucht, wobei vier österreichische Herkünfte mit fünf Herkünften aus Rumänien und einer Herkunft aus Bulgarien verglichen wurden. Zusätzlich wurde eine Herkunft von Abies borisii-regis und eine von Abies bornmuelleriana für den Test ausgewählt. Das Pflanzgut, welches von vier verschiedenen Baumschulen angezogen wurde, zeigte Unterschiede hinsichtlich einiger metrischer Werte. Diese Unterschiede waren mit einer Ausnahme statistisch nicht signifikant: das kleingewachsene bulgarische Pflanzenmaterial. Die Mortalitätsraten wurden zwei Monate nach der Pflanzung erhoben, um den Anwuchserfolg vor möglichen Trockenperioden im Sommer zu ermitteln. Niedrige Mortalitätsraten von 4,4 % (Fläche „Kulm“) und 3,1 % (Fläche Oberrohr) wurden festgestellt. Im September 2016 wurden qualitative und quantitative Daten zu 28 Pflanzen pro Parzelle erhoben, um Informationen über das Wachstum in der ersten Vegetationsperiode zu erhalten. Ferner wurde im September 2016 die Sommermortalität erhoben. Die Mortalitätsraten stiegen auf 19,4 % (Fläche „Kulm“) und 7,2 % (Fläche „Oberrohr“). Die überdurchschnittlichen Ausfälle der Fläche „Kulm“ konnten auf Schäden durch den Fichten Rüsselkäfer (Hylobius abietis) zurückgeführt werden.

Beurteilende(r): Hochbichler Eduard
1.Mitwirkender: Klumpp Raphael Thomas

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