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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Birgit Mairinger (2016): Ökobilanzierung von Tafeltrauben aus Ostösterreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 247. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde versucht, die potenziellen Umweltwirkungen von einem Kilogramm in Ostösterreich produzierter Tafeltrauben abzuschätzen und herauszufinden, ob ein Zusammenhang mit der Bewirtschaftungsweise (konventionell oder biologisch) besteht. Mittels Ökobilanzierung wurden Treibhauspotenzial (GWP), aquatisches Eutrophierungspotenzial (FEP), terrestrisches Toxizitätspotenzial (TETP) und Humantoxizitätspotenzial (HTP) von einem hypothetischen Referenzbetrieb R mit konventioneller Bewirtschaftung und drei biologisch bzw. naturnah bewirtschafteten Betrieben aus Niederösterreich und dem Burgenland berechnet. Die Kalkulation der Ökobilanzen erfolgte mit der Software openLCA 1.4.1 basierend auf Primär- und Sekundärdaten unter Verwendung der ecoinvent-Datenbank. Zur Beurteilung der Ergebnisse wurde die Methode ReCiPe 2008 gewählt. Das errechnete GWP der vier Betriebe liegt zwischen 0,30 und 1,05 kg CO2-eq und ist hauptsächlich auf den Maschineneinsatz im Weingarten und die Herstellung der Plastikschalen zur Verpackung der Trauben zurückzuführen. Für das FEP ergaben sich Werte zwischen 9,03E-5 und 1,80E-4 kg P-eq. Großen Einfluss hatte hier die Herstellung der Metallsteher für die Unterstützung der Reben im Weingarten. Das TETPinf reicht in den vier Betrieben von 9,37E-5 kg 1,4 DCB-eq bis zu 1,76E-3 kg 1,4 DCB-eq und beruht fast ausschließlich auf der Ausbringung von Kupfer im Rahmen des Pflanzenschutzes. Für das HTP, das mit 0,13 bis 0,28 kg 1,4 DCB-eq abgeschätzt wurde, sind hauptsächlich die Metallsteherherstellung bzw. die Herstellung der landwirtschaftlichen Geräte verantwortlich. Hinsichtlich der unterschiedlichen Bewirtschaftungsweise zeigen sich im konventionellen Betrieb durch die Düngemittelherstellung negative Auswirkungen auf das aquatische Eutrophierungspotenzial. Im biologischen Tafeltraubenanbau wiederum führt vor allem der erhöhte Maschineneinsatz im Weingarten zu einem höheren Treibhauspotenzial.

Beurteilende(r): Gronauer Andreas
1.Mitwirkender: Piringer Gerhard

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