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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christina Maria Hölbling (2014): Arbeitserledigung in der Almochsenmast während der Ernte und deren Effekte auf die Grundfutterqualität.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 127. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In Zukunft muss eine effiziente Futternutzung und Arbeitserledigung auf den landwirtschaftlichen Betrieben angestrebt werden. Arbeitswirtschaftliche Parameter zur Almochsenmast während der Erntephase des Grundfutters wurden bis dato noch nicht erhoben. Ziel dieser Arbeit war deshalb die Ermittlung der Ursachen für die Unterschiede in der Grundfutterqualität und des täglichen Arbeitszeitaufwandes während der Erntephase. Die Datenerhebung mit halbstandardisiertem Fragebogen und die Futtermittelbeprobung erfolgten auf 19 Almochsenmastbetrieben, welche ähnlichen regionalen Gegebenheiten unterlagen. Die Futtermittelanalyseergebnisse schwankten zwischen 9,6 und 10,5 MJ ME/kg T und ermöglichten somit eine Einteilung der Betriebe in vier Gruppen. Jene Betriebe aus Gruppe II und III, mit der höheren Grundfutterqualität zeichneten sich durch einen hohen Mechanisierungsgrad und geringen Gesamtarbeitszeitaufwand gegenüber den Gruppen 0 und I aus. Sie wendeten auch mehr Pflegemaßnahmen auf und maßen einer sehr guten Grundfutterqualität eine hohe Bedeutung und viele daraus resultierende Vorteile zu. Gruppe I bestach durch den höchsten außerbetrieblichen Erwerbseinsatz und die geringste Grundfutterqualität. In den Gruppen 0, I und III herrschte ein Überschuss an Arbeitskräften während der Erntephase vor. Gruppe 0 hatte den höchsten Einsatz an ständigen und nichtständigen familieneigenen Arbeitskräften. Auf die Beteiligten aus Gruppe II entfiel der geringste Einsatz dieser Arbeitskräfte. Der Arbeitszeitaufwand für außerbetriebliche Erwerbstätigkeit in diesen Betrieben war geringer. Für Spezialisierungs– und Optimierungsmaßnahmen in der Zukunft entschieden sich 42% (8/19) der BetriebsleiterInnen. Diese betrafen hauptsächlich eine Fütterungsoptimierung. Die Hälfte der BetriebsleiterInnen (50%, 9/18) planten arbeitserleichternde und bauliche Maßnahmen auf ihren Betrieben, der Stallumbau wurde am häufigsten angedacht.

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth
1.Mitwirkender: Zollitsch Werner

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