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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Manuela Zettl (2017): Ertrags- und Qualitätsverlust im Grünland verursacht durch Hagelschaden.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 109. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Bewertung von Hagelschäden im Wirtschaftsgrünland stellt in der praktischen Schadenserhebung eine besondere Herausforderung dar, da der Pflanzenbestand im Grünland sehr inhomogen ist. Ziel dieser Arbeit ist es, eine theoretische Grundlage zur Weiterentwicklung der Schadenserhebung in der Praxis zu bieten. Der Fokus wurde auf die Feststellung des quantitativen sowie qualitativen Verlustes im Grünland, verursacht durch Hagel, gerichtet. Hierfür wurde ein Versuch in Piber, Stmk., angelegt. Die Versuchsparzellen wurden in drei unterschiedlichen Intensitäten geschädigt, überdies gab es eine unbeschädigte Kontrollvariante. Die Ernte des unbeschädigten und des beschädigten Pflanzenbestandes erfolgte in drei unterschiedlichen Schnitthöhen. Zusätzlich wurde durch natürlichen Hagel geschädigtes Grünland in der Steiermark und in Niederösterreich untersucht. Es wurden die Parameter Verschmutzung, Qualität, Qualitätsertrag und Trockenmasseertrag analysiert. Die Ergebnisse zeigen Qualitätsverluste infolge von Verschmutzung, besonders hohe Verschmutzungswerte wurden in wüchsigem Intensivgrünland mit hoher projektiver Deckung auf feuchten Standorten festgestellt. Hier wurden Rohaschegehalte von über 20% erreicht, sodass dieses Futter für die Tierernährung nicht mehr geeignet wäre. Betreffend die Energiekonzentration der Pflanzenbestände lagen diese trotz Schädigung noch in einem guten bis sehr guten Bereich. Die Qualitätsertragsverluste aufgrund von einem Hagelschaden bewegten sich im Stadium der rechtzeitigen Schnittnutzung beim ersten Aufwuchs je nach Schadensintensität zwischen 2 und 13%. Der Folgeaufwuchs wies im selben Stadium Verluste an Qualitätsertrag zwischen 4 und 12% auf. Die Verluste an Ernteertrag nach einem Schadereignis differierten je nach Entwicklungsstadium und Schadensintensität, der höchste Ertragsverlust wurde im Versuch beim Folgeaufwuchs im „Schossen“ erreicht. Mit Zunahme des Blattanteils der Pflanzenbestände nahm auch der Grad an Blattschädigung zu.

Beurteilende(r):

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