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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Florian Derntl (2018): Untersuchung der zeitlichen Variabilität von Geschiebetransportprozessen an der Urslau.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiven Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 233. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der Geschiebetransportprozess wird seit 2011 durch ein integratives Geschiebemesssystem an der Urslau, Salzburg, Österreich, umfassend gemessen. Im integrativen Messsystem werden direkte (Geschiebefalle, Geschiebefangkorb) und indirekte Messmethoden (Geophone) kombiniert und ermöglichen so eine hochauflösende, kontinuierliche Erfassung der zeitlichen Variabilität des Geschiebetransportprozesses. Die zeitliche Variabilität des Geschiebetransportes wird als inhärentes Charakteristikum betrachtet und kann in einer großen Bandbreite an Zeitskalen beobachtet werden. Kurzzeitige Fluktuationen können von verschiedenen Autoren sowohl in Labor- als auch in Feldexperimenten in Verbindung mit der Migration von bedload sheets gesetzt werden. Die Ziele der Arbeit liegen in der Erfassung des Geschiebetransportes an der Urslau, der Analyse der kurzzeitigen Fluktuationen der Geschiebetransportraten und in der Untersuchung von maßgeblichen Faktoren, die das Auftreten und die Charakteristik der Variabilität des Transportprozesses beeinflussen. Durch die Definition von Minimum- und Maximumbedingungen und die Anwendung dieser an der kontinuierlichen Geophonganglinie werden kurzzeitige Fluktuationen im Geschiebetransportprozess erkenntlich gemacht und durch Parameter (z.B. Wellenlänge) beschrieben. Diese Parameter ermöglichen eine Analyse und Evaluierung der zeitlichen Variabilität der Geschiebetransportereignisse in der Periode 2012-2016. Die weiterführenden Untersuchungen der Parameter zur Beschreibung der zeitlichen Variabilität zeigen, dass das Sedimentangebot maßgeblich die Charakteristik der Variabilität des Transportprozesses bestimmt. Eine zeitliche Zuweisung und Gegenüberstellung der direkten Fangkorbmessungen mit den Geophondaten erlaubt Aussagen über die Textur des transportierten Materials während des Verlaufs von „Geschiebewellen“. Diese Analyse zeigt, dass an der Urslau bedload sheets als mögliche Ursache für die kurzzeitigen Fluktuationen betrachtet werden können.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Kreisler Andrea

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