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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Katharina Fraiß (2020): Schwermetalle in Kompost: Auswirkungen auf Gemüse- und Kräuterkulturen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 84. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Verwendung verschiedener organischer Abfallstoffe, wie Klärschlamm oder Bioabfall, wird in der Landwirtschaft oft kritisch betrachtet, da sich Schadstoffe, wie Schwermetalle, darin befinden können. Das Kompostieren soll die Gefahr der Kontamination von Böden und Ernteprodukten mit Schwermetallen abschwächen und die organischen Abfallstoffe in den Nährstoffkreislauf integrieren. Im Rahmen eines Exaktversuches in Bärnbach/Steiermark wurden die Auswirkungen von fünf Düngungsvarianten (ungedüngt, Biokompost, NPK-Dünger Stallmistkompost, Klärschlammkompost) auf einer 6-schlägigen Fruchtfolge über mehrere Jahre beobachtet. Diese Arbeit befasst sich mit Gemüse- und Kräuterkulturen und deren Fähigkeit Schwermetalle (B, Cd, Co, Cr, Cu, Fe, Mn, Mo, Ni, Pb, Zn) aufzunehmen und zu speichern. Es zeigt sich, dass die Schwermetall-Aufnahmefähigkeit stark von den einzelnen Kulturen abhängig ist. Außerdem zeigt sich, dass sich die Schwermetalle in unterschiedlichen Pflanzenteilen ablagern können und sich nicht gleichmäßig in der Pflanze verteilen. Die Düngungsvarianten zeigten keine Unterschiede in den Schwermetallgehalten, die in den Gemüse- und Kräuterkulturen gefunden wurden. Deshalb kann daraus der Schluss gezogen werden, dass die Schwermetalle durch die Kompostierung an die organische Substanz gebunden wurden und die Pflanzenverfügbarkeit herabgesetzt wurde.

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