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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Simon Schwarz (2019): Die steuerliche Anerkennung von Betriebsteilungen in der Landwirtschaft.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Agrar- und Forstökonomie (AFO), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 69. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der österreichische Gesetzgeber ermöglicht Land- und Forstwirten die Anwendung steuerlicher Gewinnpauschalierungen. Diese werden vom Großteil der Betriebe in Anspruch genommen, weshalb man davon ausgehen kann, dass sie für die Betriebe vorteilhaft sind. Die Anwendung dieser Pauschalierungen ist für Betriebe ab dem Vorliegen gewisser Größenmerkmale nicht mehr möglich. Durch Wachstum der Betriebe und rechtliche Änderungen bei den Größenmerkmalen scheinen Betriebsteilungen ein attraktives Instrument zu sein, um pauschaliert zu bleiben und die Abgabenlast zu senken. Dabei entstehen häufig Betriebe, die ein familiäres Naheverhältnis zueinander aufweisen. Fraglich ist, wann bei solchen Betrieben mit Naheverhältnis (noch) ein Betrieb vorliegt bzw. wann mehrere Betriebe bestehen. Für das Einkommensteuergesetz sieht die Rechtsprechung die hierfür notwendige Abgrenzung anhand objektiver Grundsätze im Sinne der Verkehrsauffassung vor. Weder Rechtsprechung noch Gesetz definieren den Betrieb im Sinne der Verkehrsauffassung näher. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Konzept entwickelt, das fiktive Betriebe in Abstufung ihrer Ausstattung gliedert. Je nach Ausstattung werden anschließend Kriterien zur Abgrenzung dieser Betriebe aufgezeigt und erläutert. Auf diese Weise soll eine systematische Abgrenzung der Betriebe ermöglicht werden. Je besser die Ausstattung von Betrieben mit Betriebsmitteln und Anlagegütern ist, desto weniger wird das Vorliegen eines Betriebes in Frage zu stellen sein. Wird fehlende Ausstattung über vertragliche Regelungen nutzbar gemacht, so sind insbesondere die Grundsätze zur steuerlichen Anerkennung von Vereinbarungen zwischen nahen Angehörigen zu beachten, um schädliche Verflechtungen zu vermeiden.

Beurteilende(r): Peyerl Hermann

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