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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Vanessa Boscolo (2005): Erosionsschutz über der Waldgrenze - Untersuchung verschiedener Ansaatmethoden und begrünter Flächen im Erosionsgebiet Meran 2000/Südtirol.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Jahre 1998 wurden im Erosionsgebiet Meran 2000/Südtirol (Italien) von Wilhelm Graiss und Anton Waldner Versuchsflächen zur Untersuchung verschiedener Ansaatmethoden für Begrünungen oberhalb der Waldgrenze angelegt. Die Versuchsflächen wurden über einem Zeitraum von 1998 - 2002 untersucht. In dieser Diplomarbeit werden die Ergebnisse aus der Vegetationsperiode 2002 dargestellt und da dies das letzte Untersuchungsjahr war, wird ein Vergleich zwischen den verschiedenen Vegetationsperioden angestellt. Untersucht wurden Mulchsaaten ohne und mit verschiedenen Klebemitteln mit der Verwendung von Heu oder Stroh, Ansaaten mit Deckfrucht und die Rillensaat nach HUTER. Nach fünfmaliger Beobachtung hat sich herausgestellt, dass unter den extremen Bedingungen, wie sie im Hochgebirge herrschen, die Verwendung von Heu an Stelle des Strohs mit dem gleichen Kleber (Bitumen oder Ekotac), bei der Anzahl der Pflanzenberührungen, keine signifikanten Unterschiede darstellt. Die mittlere Blatthöhe war bei der Rillensaat am größten und bei der Heublumenansaat am kleinsten. Bei allen anderen Ansaatmethoden ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Im Bezug auf den Bodenabtrag gab es große Unterschiede zwischen der nicht begrünten Nullfläche und den begrünten Versuchsflächen. Innerhalb diesen wies die Bitumen - Strohdecksaat die höchsten Werte auf, gefolgt von der reinen Strohdecksaat. Der geringste Abtrag konnte bei der Bitumen - Heudecksaat festgestellt werden. Der zweite Teil der Diplomarbeit behandelt sieben begrünte freie Flächen im Erosionsgebiet Meran 2000, die im Laufe der letzten 15 Jahre vom Sonderbetrieb für Bodenschutz, Wildbach und Lawinenverbauung der Autonomen Provinz Südtirol begrünt, nachgesät und gedüngt worden sind. An verschiedenen Standpunkten dieser sieben Flächen wurde die Entwicklung der angesäten und eingewanderten Arten untersucht.

Beurteilende(r): Florineth Florin

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