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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Andrea Maria Skutan (2009): Der Diasporeneintrag in unterschiedlich bewirtschafteten Honiggras-Trespen-Wiesen des Lainzer Tiergartens von 1999 bis 2001.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 294. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurde der Diasporenregen von fünf Versuchsflächen (Honiggras-Trespen-Wiesen, von abnehmender landwirtschaftlicher Nutzung betroffen), über den Zeitraum 1999 – 2001 untersucht. Die Versuchsflächen (im Zuge des Projektes Monitoring und Management der Wiesen im Stadtnahen Wienerwald im Lainzer Tiergarten eingerichtet) wurden jeweils in vier Quadranten unterteilt und drei unterschiedlichen Behandlungsvarianten (jährliche Mahd, Mahd jedes zweite Jahr, Brache) unterzogen, jeweils drei Quadranten wurden mit Diasporenfallen bestückt, eine Fläche als Reservefläche verwendet. Im Jahr 1999 (= Ausgangsjahr der Untersuchungen), wurden alle Quadranten gemäht. Die drei untersuchten Jahre waren bezüglich der meteorologischen Einflüsse relativ unterschiedlich: In den Jahren 2000 und 2001 wurden Jahrestemperaturen über und Niederschlagswerte unter dem langjährigen Durchschnitt erreicht. Diese Werte beeinflussen Größe und Zusammensetzung des Diasporenregens: Die Anzahl an aufgefundenen Diasporen lag in diesen beiden Jahren deutlich unter jener des Jahres 1999. Die drei untersuchten Jahre unterscheiden sich laut Varianzanalyse signifikant bezüglich des Diasporeneintrags, die Ursache wird in den unterschiedlichen Witterungseinflüssen vermutet. Die Standorte mit ihrer floristischen Zusammensetzung beeinflussen ebenfalls die Größe und Zusammensetzung des Diasporenregens: Eine Varianzanalyse ergab einen signifikanten Unterschied der fünf Zäune bezüglich der Quantität des Diasporenregens. Durchschnittlich – über alle 5 Zäune und über alle 3 Behandlungsvarianten - sind im Jahr 2000 9 Prozent der aufgesammelten Diasporenarten als zaunfremd anzusehen, im Jahr 2001 rund 11 Prozent. Als quadrantenfremd sind im Jahr 2000 rund 11 und im Jahr 2001 rund 13 Prozent der aufgesammelten Diasporenarten zu bezeichnen. Die Ähnlichkeit zwischen Diasporenspektrum und Artenspektrum der Vegetationsaufnahmen ist umso größer, je räumlich enger die Vergleichseinheit definiert ist, d. h. die Falleninhalte sind sehr stark von der direkten Umgebungsvegetation abhängig. Ein signifikanter Einfluss der Bewirtschaftungsweise lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Vermutlich ist der Untersuchungszeitraum von drei Jahren zu kurz, um deutliche Unterschiede verschieden bewirtschafteter Flächen auch bezüglich des Diasporenregens zuzulassen.

Beurteilende(r): Karrer Gerhard

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