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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Alexander Lins (2013): UNTERSUCHUNGEN AN EINER ZWEISTUFIGEN GEWÄSSERSCHUTZANLAGE MIT TROCKENFALLENDEM BODENFILTERBECKEN.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 99. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Oberflächenabflüsse von Straßen sind mit verkehrsspezifischen Spurenstoffen angereichert welche die ökologische Funktionsfähigkeit von Gewässern beeinträchtigen können. Zum Schutz der Gewässer definiert das österreichische Wasserrechtsgesetz (WRG 1959) Qualitätsziele für Oberflächen- und Grundwasser. Die Einleitung von Straßenwässern hat nach dem Stand der Technik zu erfolgen und erfordert eine wasserrechtliche Bewilligung. Die Richtlinie „RVS 04.04.11 Gewässerschutz an Straßen“ definiert den Stand der Technik der Straßenwasserreinigung im hochrangigen Straßennetz. Üblicherweise werden diese Wässer über die belebte Bodenschicht der Straßenböschung versickert, ist das nicht möglich sind die Wässer in einer zentralen Anlage zu reinigen. Zentrale Gewässerschutzanlagen verfügen neben einem Bodenfilter über ein Sedimentationsbecken zur Entfernung der partikulären Fracht. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden das Filtersubstrat sowie die zu- und abfließenden Wässer einer Gewässerschutzanlage beprobt. Die bauliche Ausgestaltung und die Betriebsweise des Sedimentationsbeckens verursachen Turbulenzen welche keinen dauerhaften Rückhalt des Sediments erlauben. Der hohe Kiesanteil des Filters sorgt zwar für die erforderliche Durchlässigkeit, dürfte aber gleichzeitig für die schlechte Filterleistung und Suffosionsprozesse im Filter verantwortlich sein. Die ermittelten Spurenstoffkonzentrationen im Zulauf der Anlage liegen im Bereich von Literaturwerten. Die Ablaufkonzentration für den Parameter abfiltrierbare Stoffe (AFS) liegt mit einem Mittelwert 49 mg/l über dem Emissionsgrenzwert der AAEV von 30 mg/l. Eine Reduktion der organischen Fracht durch die Anlage ist nicht feststellbar. Die DOC-Ablaufkonzentration von 45 mg/l liegt über der Zulaufkonzentration (29 mg/l) und auch über dem Emissionsgrenzwert (30 mg TOC/l). Die Emissionen einiger Schwermetalle sind zum Teil höher als die Immissionsziele für Grundwasser bzw. Oberflächengewässer.

Beurteilende(r): Fürhacker Maria
1.Mitwirkender: Kammerer Gerhard

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