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Gewählte Dissertation:

Georg Neugebauer (2017): Potenziale und Restriktionen partizipativer Prozesse für kommunale Energieraumplanung – dargestellt am Beispiel Abwasserenergienutzung.
Dissertation - Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 211. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Für die Umsetzung der Energiewende ist die lokale Ebene von großer Bedeutung. Gemeinden sind als Träger der Örtlichen Raumplanung für die Gestaltung der Raumstrukturen verantwortlich, die den Energiebedarf und die Möglichkeiten zur Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern determinieren. Im Zusammenwirken vieler AkteurInnen kann (Energie-)Raumplanung zur Umsetzung der Energiewende beitragen. Allerdings sind auch Entscheidungen und Handlungen außerhalb des unmittelbaren Wirkungsbereichs einer Gemeinde erforderlich. Diese Arbeit thematisiert daher die Fragestellungen, (1) wie partizipative Prozesse gestaltet werden können, um zu einer erfolgreichen Umsetzung kommunaler Energieraumplanung beizutragen und (2) welche Potenziale und Restriktionen sich aus partizipativen Herangehensweisen ergeben. Mit einem Analyseraster zu inhaltlichen und prozessbezogenen Aspekten wird ein Beteiligungsprozess in der Stadtgemeinde Freistadt betrachtet, in dem Möglichkeiten der Abwasserenergienutzung für den Kläranlagenstandort Freistadt untersucht wurden. Im Zusammenspiel von „Top-Down“-Rahmenplanung und „Bottom-up“-Maßnahmenplanung unterstützen partizipative Prozesse die Umsetzung kommunaler Energieraumplanung. Konsequenzen von Strategien und Maßnahmen lassen sich mit Energieraumplanungstools veranschaulichen. Wie Prozesse und Maßnahmen zusammenfließen wird in der Konzeption des Energiedialoges als Beteiligungsprozess für kommunale Energieraumplanung dargestellt. Durch die Einbeziehung aller relevanten AkteurInnen wird Legitimität geschaffen. Die Beteiligten sind auf vielfältige Weise EntscheidungsträgerInnen auf der Umsetzungsebene konkreter Projekte. Daher ist es notwendig, dass alle an den Prozessen Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für die Umsetzung der Energiewende entwickeln, um entsprechende Maßnahmen zu befürworten bzw. sich aktiv dafür zu engagieren. Beteiligungsprozesse, die den in dieser Arbeit formulierten Kriterien genügen, können diese Ansprüche einlösen.

Betreuer: Stöglehner Gernot
1. Berater:
2. Berater: Arnberger Arne

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