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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Klemens Leitner (2013): WATER BALANCE OF VIENNA AS FRAMEWORK FOR A SUBSTANCE FLOW ANALYSIS OF COPPER.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 134. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Verständnis der Interaktion zwischen Städten und der Umwelt ist wesentlich für die Wasserwirtschaft. In dieser Arbeit werden Wasserbilanzen mit unterschiedlichen Software-Tools entwickelt und deren Ergebnisse verglichen. Zusätzlich gilt es eine Bilanz für wassergetragenes Kupfer (Cu) zu erstellen, um den Wasserfluss mit den Flüssen und Lagern einer Substanz zu verbinden. Die Ziele dieser Arbeit sind I)die Identifikation und Quantifizierung von Quellen, Pfaden und Senken von Wasser und Cu in Wien, II)die Verwendung dieser Ergebnisse um Maßnahmen gegen Verschmutzung speziell für Cu vorzuschlagen und III)ein Vergleich der verwendeten Tools. Wasser- und Cu-Bilanzen wurden für 2008 basierend auf den Software-Tools UVQ und STAN in zwei Stufen entwickelt. Der erste Schritt bestand aus einer groben Simulation der Wasserbilanz um zu bewerten, ob die Ergebnisse erfolgsversprechend sind. Resultate dieser ersten Simulationen lieferten den Rahmen für die zweite Stufe, in welcher beide Modelle weiterentwickelt wurden. Zuletzt wurde ein STAN Modell entwickelt, um eine Wasser- als auch eine Cu-Bilanz darzustellen. Wegen grundlegenden Unterschieden von UVQ und STAN variieren die Erkenntnisse der Tools, besonders für Cu. Jede Software zeigte Stärken und Schwächen. Die Ergebnisse weißen darauf hin, dass in Wien 84% des Abwassers in die Kläranlage eingeleitet werden und 15% durch Überläufe verloren gehen. Des Weiteren gelangen 70% des durch Regen verursachten Oberflächenabflusses zur Kläranlage. Dies übersteigt die in einschlägigen Richtlinien geforderten 40-60%. Insgesamt sind 66% der Kupferflüsse kontrolliert, 34 werden unkontrolliert in die Umwelt emittiert (24% entweichen in die Atmosphäre, 10% gelangen durch Überläufe in Oberflächengewässer). Der größte Kupferimport (48%) stammt von Gütern aus Privathaushalten, Industrie, Tourismus und Handel. Abschließend lässt sich sagen, dass trotz Datenmangels die Anwendung der Modelle plausible und brauchbare Resultate geliefert hat.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender: Ertl Thomas

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