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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Julian Gschnell (2013): Der Markt für österreichischen Käse in Japan und China Eine kombinierte PEST- und SWOT-Analyse zur Ermittlung strategischer Optionen mit Hilfe qualitativer Experteninterviews.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation (MI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 143. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der OECD-FAO Agricultural Outlook 2012-2021 prognostiziert hohes Wachstum für den globalen Käsemarkt, getrieben durch eine starke Nachfrage aus den asiatischen Ländern. Die Veränderung der Konsumgewohnheiten in Asien, beschrieben durch das Phänomen der „Westernization of the Diet“, führt zu einem Verlangen nach hochwertigem Eiweiß in Form von z.B. Käseprodukten. Zugleich schwächt sich das bisher stabile und attraktive Wachstum des EU-Käsemarkts merklich ab. Österreichs Milchproduktproduzenten sind mit einer Exportquote von 48% sehr exportorientiert ausgerichtet, davon werden bisher aber nur um die 10% in Drittländer, darunter auch asiatische Länder, exportiert. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine strategische Analyse des japanischen und chinesischen Käsemarktes hinsichtlich Chancen und Risiken und eine Analyse der Stärken und Schwächen österreichischer Käseexporteure für die beiden Märkte. Durch eine kombinierte PEST- und SWOT-Analyse und 8 qualitativen Experteninterviews wurden strategische Optionen im Export ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere der chinesische Käsemarkt, aber auch der japanische Markt aufgrund der Wachstumsdynamik und des noch sehr niedrigen Pro-Kopf-Konsums sehr attraktiv sind. Der Markteintritt kann über direkten oder indirekten Export durch eine Nischenstrategie erfolgen. Voraussetzungen für den Erfolg sind eine langfristige Ausrichtung des Engagements zusammen mit einem kompatiblen Partner/Importeur vor Ort, da es auch einige Risiken wie z.B. sehr hohe Markteintrittsbarrieren zu beachten gibt. Die österreichischen Produzenten zeichnen sich besonders durch die hohe Qualität, Vielfalt der Käse und das Know-how für die Käseproduktion aus. Es fehlen jedoch international bekannte Käsesorten und die Exportmengen sind bisher relativ gering. Dadurch entgehen den Produzenten Synergie- und Skaleneffekte für den Export nach Japan und China.

Beurteilende(r): Haas Rainer

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