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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Janina Spicha-Konarzewska (2013): Place Attachment: Its Dimensions and Correlates Examination of Recreational Behaviour and Perception of Resources among Place Attached Visitors of the Vistula Riverbank in Warsaw.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 142. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit über die Freizeit- und Erholungsnutzung städtischer Grünflächen verwendete das Konstrukt Ortsbindung, um die vielfältigen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner Umwelt zu erklären. Diese Studie liefert weitere Erkenntnisse über die Natur der Ortsbindung durch die Überprüfung ihrer Dimensionen und Zusammenhänge mit verschiedenen Aspekten des Freizeitverhaltens von Befragten, mit ihren Wahrnehmungen von landschaftsbezogenen Werten und mit den physikalischen Eigenschaften der Umgebung. Besucher und Besucherinnen des Weichsel Flussufers in der Innenstadt von Warschau wurden bezüglich ihrer Erfahrungen mit dem Gebiet, den ausgeübten Freizeitaktivitäten, den Besuchsmotivationen, der Ortsbindung, sowie den positiven und auch negativen Qualitäten der Flusslandschaft befragt. Hauptkomponentenanalyse (PCA) und Reliabilitätsanalyse bestätigten die zweidimensionale Konzeptualisierung der Ortsbindung, bestehend aus Ortsidentität und Ortsabhängigkeit. Dieses Ergebnis deutet somit darauf hin, dass die soziale Bindung keine dritte Dimension der Ortsbindung ist. Nicht-parametrische Tests wie Mann-Whitney-U-Test, Kruskal-Wallis-Test und Spearman Korrelation zeigten, dass die Nutzungsweise des Uferbereichs durch die Erholungssuchenden deutlich mit den Bindungsgefühlen der Personen zu einem Ort verbunden ist. Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Dauer des Aufenthaltes, die Nutzungsintensität sowie die gute Zugänglichkeit eines Gebietes eine wesentliche Rolle in der Bindung vom Menschen zu Orten spielen. Außerdem hatten die Besucher und Besucherinnen, die die Natur beobachteten, eine stärkere Ortsidentität als andere Erholungssuchende, auch die Angler fühlten sich eher ortsabhängig. GIS-basierte räumliche Analysen hoben die meistgeschätzten Standorte hervor und dokumentierten, dass die physikalischen Umgebungsmerkmale eine große Bedeutung für die Ortswahl hatten. Besonders gute Möglichkeiten für unterschiedliche Aktivitäten, das Antreffen anderer Besucher und Besucherinnen, der einfache Zugang und die allgemeine Attraktivität des Gebiets sind bedeutende Kriterien, welche zur Popularität der meistfrequentierten und meistbevorzugten Standorte beitragen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung können für das Management und die Planung von städtischen Grünflächen verwendet werden.

Beurteilende(r): Arnberger Arne

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