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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Romana Stummer (2015): Mentale Erholung in verschiedenen Lebensabschnitten Vergleich des Erholungsverhaltens von Schüler/innen, Studierenden und Berufstätigen in Wien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 105. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich des Erholungsverhaltens von jugendlichen Schüler/innen, Studierenden und Berufstätigen in Wien. Die Erholungsforschung untersucht seit Längerem die Erholungswirkung von unterschiedlichen Landschaftsräumen auf die Menschen. Die Forscher/innen kamen dabei mehrheitlich zu dem Ergebnis, dass natürliche Landschaften besser dazu geeignet sind sich zu erholen als urbane. Diese empirische Arbeit gibt Aufschluss darüber, wo und wie sich Vertreter/innen der Zielgruppen mental erholen. Es wurden teilstandardisierte Interviews mit allen Zielgruppen geführt und diese mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse deuten daraufhin, dass das Erholungsverhalten in den drei Lebensabschnitten ähnlich ist. Es wurden häufig vergleichbare Orte genannt. Der beliebteste Erholungsort zur mentalen Erholung war bei allen Zielgruppen das eigene Zuhause. Grünräume werden gerne zur Bewegung sowie für soziale Interaktionen oder zum Alleine-sein genutzt. Urbane Räume werden eher als Ablenkung und für soziale Interaktionen aufgesucht. Unterschiede zwischen den Zielgruppen lassen sich vor allem in der Bedeutung der sozialen Komponente erkennen. So werden Erholungsorte von Jugendlichen fast ausschließlich mit Freund/innen aufgesucht, während Berufstätige eher alleine Ruhe und Entspannung suchen. Die Studierenden zeigten Präferenzen für beide Erholungsstrategien. Bewegung ist hingegen von allen Zielgruppen als wichtiges Erholungsmotiv genannt worden. Für die mentale Erholung sind kompatible Erholungsorte in der unmittelbaren Umgebung eines Individuums nötig. Deshalb muss bei der Planung von Freiräumen auf die zielgruppenspezifischen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird.

Beurteilende(r): Arnberger Arne
1.Mitwirkender: Eder Renate

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