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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Daniel Hayes (2014): The Influence of Recreational Fishery on Salmonid Populations in the Ois River & Comparison of Two Sampling Strategies for Estimating Salmonid Stocks.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Hydrobiologie, Gewässermanagement (IHG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 112. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit untersucht den Einfluss extensiver Angelfischerei auf die Bestände der Bachforelle (BF), Regenbogenforelle (RBF) und Äsche in der Ois. In einem fischereilich genutzten Gebiet (Untersuchungsabschnitt) wurde überprüft, ob die RBF-Entnahme einen Einfluss auf die Populationen dieser Arten erkennen lässt. Es wurden Daten jährlich durchgeführter Fischbestandserhebungen der Jahre 2008–2013 analysiert und mit denen der Jahre 2012 und 2013 eines flussauf gelegenen, von der Fischerei unbeeinflussten Referenzabschnitts, verglichen. Zusätzlich wurden 2012 und 2013 die Bestandsdichten beider Flussabschnitte mittels Betauchungen erhoben und mit den Resultaten der Elektrobefischung verglichen. Im Durchschnitt beträgt die Salmonidendichte im Untersuchungsabschnitt 2008–2013 763 Ind./ha, die Biomasse 74,3 kg/ha. Das größer werdende Verhältnis von RBF >25 cm und BF >22 cm von 1:2 auf 1:7,4 deutet darauf hin, dass die Entnahme von RBF den Forellenbestand im Untersuchungsabschnitt beeinflusst. Die Fischdichte und -biomasse ist im Mittel um 230 Ind./ha und 15,6 kg/ha höher im Referenz- als im Untersuchungsabschnitt; der Anteil der RBF am Gesamtfischbestand ist um 7–10 % größer. Die Abundanz und Biomasse von RBF >25 cm zeigt den Einfluss des fischereilichen Drucks: Im Referenzabschnitt überlebte ein größerer Anteil dieser Fische (32–39 %) die Saison 2012, um im darauffolgenden Jahr in die Größenklasse >32 cm zu wachsen. Bis dato zieht das Ausmaß der Beeinflussung keine nachhaltige Beeinträchtigung der Population nach sich. Würde die erlaubte Anzahl von 400 RBF/Jahr entnommen werden, müsste von einer nachhaltigen Reduktion des Bestandes ausgegangen werden. Der Methodenvergleich lässt insges. eine starke Korrelation zwischen den beiden Methoden erkennen (R² = 0,77). Im Durchschnitt kommen die Ergebnisse der Betauchung auf 86 % der E-Befischung (∆ 21 Ind./100 m). Im Einzelnen war jedoch eine hohe Variabilität hinsichtlich der artspezifischen Dichten je Habitattyp festzustellen.

Beurteilende(r): Jungwirth Mathias
1.Mitwirkender: Pinter Kurt

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