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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Viktoria Maurer (2016): Entwicklungschancen des Natura 2000-Gebietes Kamptal aus Sicht des Naturschutzes, der Regionalentwicklung und des Tourismus.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 103. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Zur Bewahrung des europäischen Naturerbes wurden durch die Europäische Union die Nominierungen von Natura 2000-Gebieten ins Leben gerufen. Jedoch werden diese Schutzgebietsausweisungen von der Bevölkerung kritisch und als wirtschaftliche Einschränkung betrachtet. Diese vorliegende Arbeit verfolgt die Zielsetzung, das Natura 2000-Gebiet Kamptal als Chance wahrzunehmen. Durch Interviews mit Expertinnen und Experten des Naturschutzes, der Regionalentwicklung und des Tourismus der Region wurden Entwicklungschancen des Kamptales eruiert. Zudem dienten die Expertinnen- und Experteninterviews als Grundlage dafür, die Herausforderungen und Potentiale im Untersuchungsgebiet zu verifizieren und um herauszufinden, inwieweit das entsprechende Bewusstsein für das Europaschutzgebiet in den Köpfen der Bevölkerung verankert ist. Die gewonnenen Ergebnisse der Interviews durchliefen eine qualitative Inhaltanalyse, um die wichtigsten Resultate zu filtern und infolgedessen aufzuzeigen, in welchen Bereichen Handlungs- beziehungsweise Entwicklungspotentiale bestehen, um das Natura 2000-Gebiet Kamptal als Chance wahrzunehmen. Zudem wurden Vorzeigebeispiele ausgewählt, um diese mit den aktuellen Bedingungen des Kamptales zu vergleichen und somit Entwicklungsmöglichkeiten darzulegen. Den Ergebnissen zufolge bedarf es einer zunehmenden Miteinbeziehung der Bevölkerung in die Planungsprozesse des Natura 2000-Gebietes Kamptal, sowie einer soliden Vernet-zung der Akteurinnen und Akteuren der Region, um bewusstseinsbildende Maßnahmen zu setzen und die Akzeptanz eines Natura 2000-Gebietes zu generieren. Zudem sollte der Managementplan, der eine solide Basis zur Erarbeitung von Maßnahmen in einem Schutzgebiet ermöglicht, weiterentwickelt werden, um für zukünftige Projekte die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Erst durch erfolgreiche Realisierung dieser Komponenten kann ein Europaschutzgebiet als Chance wahrgenommen werden und die Verwirklichung gemeinsamer Projekte zu einer Stärkung der Region führen.

Beurteilende(r): Arnberger Arne

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