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Sabine Neuberger (2015): Analysis of visual communicaton concerning genetically modified organisms in Austria. A content analysis of images found on Austrian websites..
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 133. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Studie ist es den emotionalen Eindruck von Bildern, die auf österreichischen Webseiten in Verbindung mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vorkommen, zu beschreiben. Die visuelle Kommunikation in öffentlichen, web-basierten Medien über GVO soll bestimmt werden. Die Arbeit basiert auf der Theorie, dass Menschen sich an Bilder besser erinnern und, dass diese einen stärkeren und unterbewussten Einfluss auf unsere Meinung haben. Generell haben Österreicher eine negative Meinung über GVO, und gentechnisch veränderte Produkte sind derzeit am österreichischen Markt kaum verfügbar. Daraus folgt die Arbeitshypothese, dass es mehr negative und angsteinflößende Bilder auf österreichischen Webseiten gibt als positive. Eine Schlussfolgerung könnte sein, dass ein negatives Bild von GVO uns den Eindruck vermittelt, dass GVO schlecht sind. Als Datengrundlage dienen Bilder, die in der Google Bildersuche mit dem deutschen Begriff „gentechnisch veränderte Organismen“, gefunden wurden. Ein Set an Variablen und ein Index wurden angewendet, um die Bilder zu beschreiben. Nur 9,3% aller Bilder auf österreichischen Webseiten über GVO bekamen einen Index >0 und wurden damit als „angsteinflößend“ eingestuft. Allerdings erscheinen auf 40% der Webseiten negative Texte über GVO. Sogar noch mehr Webseiten behandeln das Thema GVO überhaupt nicht, sondern erwähnen lediglich den Begriff. Infolgedessen bleiben nur wenige österreichische Webseiten übrig, die neutrale oder sogar positive Texte über dieses Thema beinhalten. Die große Anzahl an negativem Text über GVO auf österreichischen Webseiten ist in übereinstimmung mit der öffentlichen Meinung in Österreich. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse der Bilder stimmen allerdings nicht überein mit der vorherigen Annahme, dass Bilder die öffentliche Meinung wiederspiegeln. „Angsteinflößende“ Bilder über GVO auf österreichischen Webseiten können nicht als Erklärung für die überwiegend negative öffentliche Meinung über GVO in Österreich herangezogen werden.

Beurteilende(r): Haas Rainer

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