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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Johannes Karrer (2016): ABANDONMENT OF NUTRIENT POOR MONTANE MEADOWS: IMPACTS ON REGULATING ECOSYSTEM SERVICES (DECOMPOSITION, GREENHOUSE GAS EFFLUX) AND PLANT DIVERSITY.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Zoologie, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 55. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Magerwiesen gehören zu den diversesten Vegetationsformen Europas. Von einem Zusammenhang zwischen Pflanzendiversität und regulierenden Ökosystemdienstleistungen (ÖS) wird ausgegangen. In dieser Studie wurde untersucht, ob sich (1.) genutzte und brachgefallene montane Magerwiesen in den Ostalpen bezüglich Pflanzendiversität und regulierender ÖS (Dekomposition im Boden, Klimaregulierung) unterscheiden und (2.) ob Pflanzendiversität und regulierende ÖS korrelieren. Dazu wurden jeweils drei einschürige und drei brachgefallene Wiesen in drei Regionen (Großes Walsertal, Österreich; Val Müstair, Schweiz; Mittleres Ennstal, Österreich) untersucht. Auf jeder Wiesen wurden Abbaurate von Streu, Klimagasflüsse im Boden und ergänzende Bodenparameter (pH, C/N-Verhältnis, mineralischer N und die mikrobielle Gemeinschaft per PLFA-Analyse) erhoben. Die Zusammensetzung der Pflanzenarten und funktioneller Merkmale wurde durch Vegetationsaufnahmen, funktionelle Gruppen durch geerntete Biomasse quantifiziert. Genutzte und brachgefallenen Wiesen waren in der Artenzusammensetzung signifikant unterschiedlich mit höherer Artenzahl auf genutzten. Durch die Nutzungsaufgabe nahmen aufrecht wachsende und kompetitive Arten zu, Rosettenpflanzen und ruderale ab. Die oberirdische Biomasse war auf Brachen hauptsächlich durch akkumulierte Nekromasse höher. Die Vegetation wird durch Nekromasse nicht nur direkt, sondern auch über veränderte edaphische Bedingungen beeinflusst wie weiteres C/N-Verhältnis, mehr mineralischer N und höhere Abbaurate von Streu in brachgefallenen Wiesen. Die Klimagasflüsse zeigten durch räumliche und zeitliche Variabilität kein klares Muster. Der Zusammenhang zwischen Pflanzendiversität und regulierenden ÖS wird durch die vorliegende Arbeit bekräftigt, zeigte aber nicht immer erwartete Muster. Um die hohe Pflanzendiversität und bodengebundene ÖS qualitativ in den untersuchten Regionen zu erhalten, sollten die Wiesen weiter wie bisher genutzt werden.

Beurteilende(r): Zaller Johann
1.Mitwirkender:

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