BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Peter Bauer (2015): Waldbauliche Analyse von Kiefern- und Laubmischwaldbeständen im Mittelburgenland.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 96. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Auf einem Untersuchungsgebiet im Mittelburgenland von 296 Hektar wurde eine Stichprobeninventur mit nachfolgender Analyse durchgeführt. In diesem Gebiet gibt es Eichen-, Kiefern- und Mischwälder. Bewirtschaftet wird das Untersuchungsgebiet von Forst- und Naturraummanagement der Esterházy-Betriebs GmbH. Durch die in den letzten Jahren gestiegene Nachfrage an Energieholz stehen Überlegungen im Raum ob die jetzige Bewirtschaftung und Betriebszieltypenverteilung verändert werden sollte. Ziel dieser Arbeit war durch die aufgenommenen Daten den Waldaufbau und die verschiedenen Betriebszieltypen des Untersuchungsgebietes ermitteln. Das Untersuchungsgebiet wurde in vier Betriebszieltypen eingeteilt. Diese sind Nadelholzdomniert, Mischbestand, Niederwälder/Mittelwälder und durchgewachsene Niederwälder/Mittelwälder oder Hochwälder. Für die jeweiligen Betriebszieltypen wurden die mittleren Bestandeskennzahlen ermittelt. Ein Ergebnis ist, dass die wichtigsten Baumarten die Zerreiche, Weißeiche und Weißkiefer ist. Die Baumqualitäten waren mittel bis schlecht. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass durch raschwüchsige Baumarten die Verjüngung von Eichen und Kiefern gefährdet sein könnte. Um den Wert der Bestände zu erhöhen wären Pflegemaßnahmen wie Zukunftsbaumdurchforstung und Wertastung nötig. Durch die Analyse der Stammzahlen und Höhen konnte festgestellt werden, dass eine Überführung der Betriebszieltypen Niederwald/Mittelwald in Mittelwald beziehungsweise Hochwald möglich wäre. Bei der Analyse der Abtriebswerte der jeweiligen Betriebszieltypen stellte sich heraus, dass der Betriebszieltyp durchgewachsene Niederwälder/Mittelwälder oder Hochwald den höchsten Abtriebswert hat. Durch den Abtriebswertvergleich ersichtlich hätte eine Überführung der Niederwälder/Mittelwälder zu Hochwälder einen positiven ökonomischen Effekt. Die Überführung der Hochwälder zu Mittel- oder Niederwälder wird aus ökonomischen Überlegungen abgeraten.

Beurteilende(r): Hochbichler Eduard

© BOKU Wien Impressum