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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lea Holzmann (2017): RECOMMENDATIONS FOR RESHAPING THE ALBANIAN WATER MANAGEMENT SYSTEM TOWARDS EU LEGISLATION CONSIDERING EXPERIENCES FROM AUSTRIA.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 105. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Jahr 2014 wurde Albanien der Kandidatenstatus zum EU Beitritt erteilt, folglich hat die albanische Regierung nun unter anderem die Aufgabe die EU Umweltrichtlinien, welche sich auf die Wasserwirtschaft und den Schutz der Wasserressourcen beziehen, wie die WR-RL, die HW-RL, die TW-RL und andere, in die nationale Gesetzgebung einzubinden. Während dieses Umsetzungsprozesses kamen verschiedene Probleme und Herausforderungen auf, welche nicht nur zur Erfüllung der EU Richtlinien gelöst werden müssen, sondern auch um die ökonomische, ökologische und soziale Situation des Landes zu stärken. Diese Angelegenheiten werden in dieser Diplomarbeit in Bezug auf die Entwicklung und Erfahrungen der österreichischen Wasserwirtschaft diskutiert, da dies als hilfreich für die albanische Regierung für weitere Schritte Richtung EU Beitritt gesehen wird. Die Hauptprobleme wurden in der fragmentierten Verwaltungsstruktur des Wassersektors festgestellt, welche zu mangelhaften Leistungen in den Ministerien und Instituten auf nationaler und regionaler Ebene führen. Eine aktuelle Reformierung des ganzen Sektors sollte diese Probleme ansprechen. Dennoch führen die Auswirkungen dieser ineffizienten Verwaltung zu Problemen wie einer verfallenden und undichten Wasserinfrastruktur (Wasserversorgungs-, Bewässerungs-, Entwässerungsinfrastruktur), eine dürftige Abdeckung und Anschlussgrad an Wasserversorgungs- und Abwasserinfrastruktur, speziell in Gebieten mit geringeren politischen Interesse (ländlicher Raum), kein nachhaltiger Betrieb und Wartung der Infrastruktur wegen finanzieller Schwierigkeiten (geringe Kostendeckung), mangelhafte Kapazitäten der beschäftigten Arbeitskräfte, unkontrollierte Entnahme und Verschmutzung von Wasservorkommen und dem aufkommenden Konflikt zwischen ökonomischem Nutzen und ökologischem Schutz, aufgrund von schwachen Rechtsvorschriften und deren Durchsetzung. Es werden Vorschläge an Hand von österreichischen Erfahrungen gegeben um diese Probleme anzugehen.

Beurteilende(r): Ertl Thomas
1.Mitwirkender: Allabashi Roza
2.Mitwirkender: Kretschmer Florian

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