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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Niklas Lindemann (2016): AKTEURSANALYSEN ALS GRUNDLAGE FÜR DIE VERBREITUNG DER ENERGETISCHEN NUTZUNG VON ABWASSER.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 140. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Um zukünftige energiewirtschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können, ist es notwendig, jede erneuerbare Energiequelle, auch das Abwasser, zu nutzen. In dieser Forschungsarbeit wird untersucht wie, bei wem und mit welchen Informationen die Verbreitung der Nutzung des Energiepotentials des Abwassers durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden kann. Dabei ist vornehmlich der Bekanntheitsgrad dieser Technologien von Bedeutung, der am Fallbeispiel Oberösterreich bei im Zuge dieser Arbeit identifizierten zentralen Akteursgruppen bei der Umsetzung derartiger Projekte erhoben wurde. Das Thema Energie aus Abwasser ist bei diesen zentralen Akteursgruppen der Abwasserunternehmen (vornehmlich Reinhalteverbände), Gemeinden, Energieunternehmen und Energieabnehmer teilweise bekannt. Es befasst sich aber keine Gruppe eingehend mit den Möglichkeiten, Energie aus Abwasser zu gewinnen. Allein Abwasserunternehmen versuchen häufig, allerdings nur auf der eigenen Kläranlage, diese Energiequelle zu nutzen. Weiterführende Überlegungen, um auch andere Akteure zu versorgen, werden oftmals nicht angestellt. Der Bekanntheitsgrad der Technologien zur Gewinnung von Energie aus Abwasser sollte bei Gemeinden, Energieunternehmen und -abnehmern grundlegend gesteigert werden. Ebenso sollte bei allen Akteursgruppen verdeutlicht werden, dass eine Kooperation der Gruppen bei derartigen Projekten die Erfolgschancen einer Umsetzung stark erhöht. Abwasserunternehmen können sinnvoll über den Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) erreicht werden. Besondere Bedeutung bei der Verbreitung des Themas kommt den Informationswegen des Energiesparverbandes, des Klimabündnisses und der Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) zu, da diese Organisationen Kontakte zu Gemeinden, Energieunternehmen und potentiellen Abnehmern der Energie aus Abwasser unterhalten und diese Akteure auch beraten. Obwohl die Erkenntnisse dieser Forschungsarbeit am Fallbeispiel Oberösterreich gewonnen wurden, können sie großteils verallgemeinert werden. Nachdem die Nutzung des Abwassers als Energiequelle in Österreich noch nicht weit verbreitet ist, kann in dieser Phase diese Entwicklung durch Öffentlichkeitsarbeit wirkungsvoll unterstützt werden.

Beurteilende(r): Ertl Thomas
1.Mitwirkender: Kretschmer Florian

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