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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michael Klaffenböck (2016): The use of mid-infrared spectrometry to estimate the ration composition of lactating dairy cows.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Nutztierwissenschaften (NUWI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 39. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Zusammensetzung von Kuhmilch wird wesentlich von der Fütterung und Rationsgestaltung beeinflusst. Nachdem die Milchinhaltsstoffe routinemäßig mithilfe von Spektrometrie mittlerer Infrarotwellen (MIR) erfasst werden, könnten die vorhandenen Spektren auch zur Schätzung der Futterration der Tiere verwendet werden. In der vorliegenden Studie wurde geprüft ob und wie gut die Trockenmasseanteile an der Tagesration, sowie die absoluten gefressenen Mengen für Heu, Grassilage, Weidefutter, Maissilage und Kraftfutter mittels MIR-Spektrometrie geschätzt werden können. Mithilfe einer Partial-Least-Squares-Regressionsanalyse (PLS) wurden aus dem MIR-Spektrum von 10200 Milchproben geschätzte Futterrationen errechnet, und den tatsächlich gemessenen Rationen gegenübergestellt. Um die Genauigkeit der Schätzungen zu bestimmen, wurde u.A. die Korrelation zwischen beobachteten und geschätzten Werten (R) herangezogen. Hohe Korrelationen (für kg TM/für % Rationsanteil) zeigten sich in den Validierungsdatensätzen für die Rationsanteile von Weidefutter (0.85/0.87), Maissilage (0.74/0.75) und Kraftfutter (0.75/0.73). Wenn die untersuchten Rationskomponenten in Futtermittelgruppen zusammengefasst wurden (Grünlandfutter oder Futtermittel mit hoher Energiedichte), dann wurden Korrelationen von überwiegend >0.8 festgestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Genauigkeit der Abschätzung der Rationszusammensetzung über das MIR-Spektrum von den Futterkomponenten abhängt. Ein nennenswertes Potenzial zur Schätzung der Rationsbestandteile ergibt sich vor allem für jene Rationskomponenten, bei denen Korrelationen von über 0.8 erreicht wurden. Da sich bei den individuellen Datensätzen teilweise große Abweichungen zwischen gemessenen und geschätzten Werten zeigten, dürfen Einzeltierergebnisse jedoch nicht überbewertet werden. Weiterführende Untersuchungen an gepoolten Proben (Tankmilchproben, Betriebsproben etc.) sowie bei geänderten Rationstypen werden empfohlen.

Beurteilende(r): Sölkner Johann
1.Mitwirkender: Meszaros Gabor

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