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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Julia Christina Schilder (2017): Nutzung web-unterstützter Mobilitätsplanung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp ca. 85 Seiten ohne Anhang. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Nutzung web-basierter Dienste, wie z. B. Apps, durch in Österreich lebende Jugendliche und junge Erwachsene. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Dienste für die Planung von Mobilitätsbedürfnissen entwickelt und werden bei wachsender Verbreitung von Smartphone- und Internetnutzung von immer mehr Menschen verwendet. Von Interesse ist daher, inwiefern sie den Zugang zu Mobilitätsangeboten erleichtern und insbesondere bei jungen Menschen eine stärkere Nutzung von Verkehrsmitteln fördern, die nicht dem motorisierten Individualverkehr (MIV) zuzuordnen sind. Mit Hilfe einer Online-Befragung wurde das Nutzungsverhalten in Bezug auf web-unterstützte Dienste erhoben. Daten zur Internet-Verfügbarkeit, zu üblicherweise verwendeten Mitteln zur Wegeplanung, sowie insbesondere Gründe für die Nutzung web-basierter Dienste, persönliche Einstellungen und Ideen für eine ideale Applikation zur Wegeplanung wurden erfragt. Es liegen Datensätze von 148 Personen im Alter von 16 bis 30 Jahren vor, u. a. zu 138 Wegen, die zuletzt mittels web-unterstützter Dienste geplant wurden. Bei der Mehrzahl der Befragten nehmen die Dienste eine zentrale Rolle in der alltäglichen Mobilitätsplanung ein. Deren Ansprüche an die Informationsgenauigkeit und die Benutzerfreundlichkeit der Dienste sind sehr hoch. Nichtnutzende besitzen häufig kein Smartphone, nutzen Informationen an der Haltestelle oder erfragen Auskünfte zu Wegen bei Mitmenschen. Insgesamt bestätigen die Ergebnisse der Arbeit die hohe Relevanz der Dienste bei der Wegeplanung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im heutigen Verkehrssystem. Sie können den Nutzenden helfen, die individuellen Stärken der Verkehrsmittel zu vergleichen – idealerweise in einer „App für Alles“. Zukünftig braucht es politischen Willen, um eine kleinteilige, regional ausgerichtete App-Vielfalt zu einer solchen App zu vereinen und somit der Vision eines ressourcenoptimierten Verkehrssystems näher zu kommen.

Beurteilende(r): Meschik Michael
1.Mitwirkender: Stark Juliane

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