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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Ursula Vymetal (2016): MICROPLASTICS IN BANKFILTRATED DANUBE WATER.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 90. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In marinen Ökosystemen wird von massiven Plastik- und Mikroplastikanhäufungen berichtet und vor einem Risiko für Biota gewarnt. Den Süßwasserökosystemen wird indes weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Seit dem Fund von Kunststoffpartikeln in der Donau stellt sich allerdings die Frage, ob eine Möglichkeit besteht, dass diese durch die Uferfiltration auch in das Trinkwasser gelangen. Diese Arbeit geht daher der Frage nach, ob sich Mikroplastikpartikel > 30 μm in Donauwasser, Uferfiltrat und Grundwasser befinden. In dieser Studie wurden zwei Probenahmeverfahren angewendet. Ein Verfahren verwendete drei Edelstahlfilterhalter (Stainless Steel Cascade- SSC) und das andere System bestand aus fünf Patronenfiltern (Blue Filter Cascade- BFC). In beiden Systemen wurden in einer Filterkaskade Nylonfilter mit absteigender Porengröße (500 - 5 μm) und Cellulosenitratefilter (1,2 μm) verwendet. Die Methoden wurden an fünf Probenahmestellen entlang der Donau eingesetzt, um Partikel unterschiedlicher Größenfraktionen abzufiltrieren. Neben den Probenahmen wurden Partikelzählungen sowie Trübungsmessungen durchgeführt. Im Labor wurden verschiedene Trenn- und Sammelverfahren wie die Dichtetrennung, eine chemische Trennung und eine Ultraschall Separation erprobt. Weitere Untersuchungen der separierten Partikel wurden mit einem Raman-Spektrometer durchgeführt. Mit diesem laserbasierten Charakterisierungsverfahren konnten Mikroplastikpartikel in zwei Donauwasserproben identifiziert werden. Es konnte kein Mikroplastik > 30 μm, im Uferfiltrat oder im Grundwasser nachgewiesen werden. Darüber hinaus wurden mit der Edelstahlkaskade Wiederfindungsversuche mit Mikroplastikpartikeln (500 - 20 μm) durchgeführt, um sowohl quantitativen als auch qualitativen Fragestellungen nach zu gehen. Die Wiederfindungsrate betrug im Durchschnitt 89 %.

Beurteilende(r): Fürhacker Maria

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