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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Viktoria Maria Sattlecker (2019): Genomic mapping of calving ease, gestation length and stillbirth rate in Fleckvieh cattle.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Nutztierwissenschaften (NUWI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 55. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Einen essentiellen Faktor für wirtschaftlichen Erfolg in der Milchwirtschaft, aber sowohl in der Rindfleischproduktion, stellt die regelmäßige Reproduktion der Herde dar. Kalbemerkmale zeigen geringe Vererblichkeiten und hohe Umwelteinflüsse, was die Verwirklichung von Zuchtfortschritt enorm schwierig darstellt. Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation von signifikanten Regionen für die drei Merkmale Kalbeverlauf, Trächtigkeitsdauer und Totgeburtenrate beim Fleckvieh. Dafür werden zwei verschiedene Methoden verwendet, die einerseits auf SNP Daten und andererseits auf Haplotypen basieren. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Region um 2.4 Mb auf dem Chromosom 21 einen hohen Einfluss auf die Kalbemerkmale beim Fleckvieh haben. Das Merkmal Kalbeverlauf zeigt in beiden Berechnungen starke Signale auf den Chromosomen 14 und 21. Beim Merkmal Trächtigkeitsdauer konnten zwei starke Signale gefunden werden, auf den Chromosomen 4 und 21. Für das Merkmal Totgeburtenrate unterscheiden sich die Resultate der beiden Methoden sehr. Während ein starkes Signal bei der Methode basierend auf SNP Daten auf den Chromosomen 14 und 21 gefunden werden konnte, waren keine signifikanten Regionen aufgezeigt worden bei der Methode basierend auf Haplotypen, außer einem sehr geringen Signal auf Chromosom 5. Maternale Totgeburtenrate zeigt keine Signale bei beiden Methoden, SNP basierende Assoziationsstudie und Haplotypen basierende Assoziationsstudie. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Region um 24.145 Mb auf dem Chromosom 14 und die Region 2.461 Mb auf dem Chromosom 21 einen sehr wichtigen Einfluss auf Kalbemerkmale im Generellen zu haben scheint. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die beiden Methoden der Genomweiten Assoziationsstudie basierend auf zwei verschiedenen Datengrundlagen, SNPs und Haplotypen, hauptsächlich die gleichen Resultate zeigen und so jeweils von der anderen Methode unterstützt werden.

Beurteilende(r): Sölkner Johann
1.Mitwirkender: Meszaros Gabor

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