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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Julia Limbeck (2017): Marktpotenzialabschätzung und Erstellung der Lieferketten von österreichischem Reis und österreichischen Linsen in Österreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 121. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit befasst sich mit der Marktpotenzialabschätzung und den Lieferketten von in Österreich erzeugtem Reis und Linsen für den heimischen Markt. Während sich österreichischer Reis noch in der Versuchsphase befindet, werden heimische Linsen schon längere Zeit von Landwirten als Ackerkultur genutzt und vermarktet. Allerdings sind sowohl das Marktpotenzial als auch deren Lieferketten noch wenig erforscht. Das Marktpotenzial wird aus Sicht der Produzenten, Händler und Verkäufer, ohne Berücksichtigung der Endverbraucher, mit Hilfe von Experteninterviews abgeschätzt. Mit dem Programm „Sourcemap“ werden die Lieferketten visualisiert und analysiert. Derzeit gibt es keine offiziellen Zahlen zur Anbaufläche von Reis in Österreich. Diese Masterarbeit ermittelte aufgrund einer Vollerhebung aller Reisproduzenten eine Anbaufläche von 23 ha und 6 ha für Versuchsflächen. Aufgrund von Plausibilitätsüberlegungen zu den klimatischen Rahmenbedingungen der Produktion liegt das Marktpotenzial von Reis für die nächsten 10 Jahre bei Reis auf der Produktionsseite bei geschätzten 899 ha und 390 Tonnen geschliffenem Reis. Das Marktpotenzial auf Kundenseite läge höher (weil die Nachfrage nicht an die klimatischen Beschränkungen gebunden ist) und zwar zwischen 5.761 Tonnen und 6.722 Tonnen geschliffenen Rohreis aus (6.637 ha – 7.744 ha). Bei einem geschätzten Marktpotenzial in 10 Jahren von 48.015 t entspräche dies einem Marktanteil von 12% bis 14% von österreichischem Reis. 2017 umfasst die Anbaufläche von Linsen in Österreich 1221 ha. Bei den österreichischen Linsen beträgt das Marktpotenzial für die nächsten 10 Jahre geschätzte 1.500 ha und 1.350 Tonnen auf der Produktionsseite. Bei den Kunden liegt das geschätzte Potenzial zwischen 1.639 Tonnen und 1.967 Tonnen Linsen (1.821 ha – 2.185 ha). Da der Markt für österreichische Linsen reifer und gesättigter als für österreichischen Reis ist, ist das Potenzial für Wachstum weit geringer als bei Reis.

Beurteilende(r): Haas Rainer

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