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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Robert Manglberger (2018): An assessment of soil P extractability and plant P availability for a resin-based (DGT) and batch extraction methods.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 45. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Um die Bestimmung von pflanzenverfügbarem Phosphor in landwirtschaftlich genutzten Böden und die daraus ableitbaren Düngeempfehlungen zu verbessern, ist die Etablierung einer neuen Testmethode dringend erforderlich. Das Ziel dieser Arbeit war die Feststellung ob die “Diffusive gradients in thin films“ (DGT) Technik geeignet ist, um den pflanzenverfügbaren Phosphor in einer großen Anzahl von Böden mit unterschiedlichen Eigenschaften vorherzusagen. Ein weiteres Ziel war die Ermittlung des Einflusses, den bestimmte Bodeneigenschaften auf die Phosphor-Extrahierbarkeit mit DGT im Vergleich zu konventionellen Extraktionsmethoden ausüben. Zu diesem Zweck wurden 41 Bodenproben aus Österreich, die eine große Vielfalt an Bodenarten und Phosphor-Gehalten abdeckten, mit den folgenden Methoden untersucht: Diffusive gradients in thin films (DGT), Bodenporenwasser-Konzentration, Calcium Azetat-Laktat (CAL), Wasser-Extraktion (H2O), Natriumhydrogencarbonat (Olsen), Mehlich 3, Elektro-Ultrafiltration (EUF), Ammonium Oxalat (AAO), Natrium Citrat-Bicarbonat-Dithionit (CBD), Gesamt-P (aqua regia). Ein direkter Vergleich der extrahierten P-Mengen der verschiedenen Methoden erwies sich als nicht zielführend, dafür wurden Korrelationen unterschiedlichen Ausmaßes zwischen den Methoden festgestellt. DGT zeigte nicht nur enge Beziehungen mit den anderen schwachen Extraktionsmethoden, sondern auch mit einigen der starken. Signifikante Korrelationen zwischen den Bodenparametern pH, Textur und Gesamt-P mit allen Boden-Phosphortests ausser CAL wurden festgestellt, was auf einen starken Einfluss dieser Faktoren auf die generelle P-Extrahierbarkeit hindeutete. Um die Korrelation zwischen DGT und den etablierten Methoden in Hinblick auf die P Aufnahme durch Pflanzen zu vergleichen, wurde ein Pflanzenversuch durchgeführt. Die Ergebnisse deuteten auf keine klare Überlegenheit der DGT-Technik im Vergleich zu den anderen Methoden hin; eine solche war zuvor von mehreren Autoren berichtet worden. Das Abschneiden von DGT schien stark von bestimmten Bodeneigenschaften abhängig zu sein, ganz besonders von der P-Sorptionsfähigkeit. Dennoch erwies sich DGT als eine solide Methode, die für Böden mit unterschiedlichsten Eigenschaften eingesetzt werden kann.

Beurteilende(r): Puschenreiter Markus
1.Mitwirkender: Santner Jakob

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