BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stefanie Piringer (2020): ERMITTLUNG DES NÄHRSTOFFEINTRAGS UND DES VERMINDERUNGSPOTENTIALS AN VERHÜTTELTEN BADESEEN.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 111. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Seen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess auf Grund der Nährstoffanreicherung und daraus folgenden Sedimentationsprozessen in stehenden Gewässern. Durch diese Nährstoffanreicherung kommt es zu übermäßigen Pflanzen- oder Algenwachstum. Im Falle des Donau-Oder-Kanal III handelt es sich um Pflanzenwachstum, welches die Nutzung desselben zum vorgesehen Zweck (Baden, Angeln, Bootfahren) nur mehr schwer möglich macht. Ziel dieser Arbeit war es, die Stickstoff- und Phosphorfrachten in den Medien, sowie den Phosphoreintrag und -austrag zu erfassen um eine Nährstoffbilanz aufstellen zu können. Aus dieser kann dann auf Verbesserungsmaßnahmen rückgeschlossen werden. Der DOK III wird durch Grundwasser gespeist, außerdem hat die Firma Ardo einen Einleitekonsens von maximal 245l/s von unverschmutzten Kühlwässern inne. Im Rahmen von Untersuchungen wurden Wasser-, Sediment und Pflanzenproben entnommen und im Labor und vor Ort analysiert. Die Analysedaten wurden mit jenen aus den NUA-Untersuchungen der vergangenen Jahre verglichen. Es wurde eine Anrainerbefragung durchgeführt und die GW-Daten der umliegenden Messstellen erhoben. Bei der Ermittlung der Frachten und der Phosphorbilanz stellte sich heraus, dass 99 % des limitierenden Faktors Phosphor im Sediment gespeichert sind. Die Festlegung der Hauptphosphorquellen ergab, dass es sich bei der Düngung durch die Anrainer, das Grundwasser und das eingeleitete Wasser der Firma Ardo um solche handelt. Da der Phosphor bereits im Sediment gespeichert ist, ist eine Entfernung aus dem Wasserköper nicht mehr notwendig. Empfohlen wird die mechanische Entfernung des Phosphorspeichers Sediment und der hochwachsenden Pflanzen und die anschließende Neuanpflanzung niedrig wachsender Pflanzen, da es andernfalls zur Algenbildung kommen kann, wenn Pflanzen dem Wasser und dem Sediment die Nährstoffe nicht entziehen. Die zweite Option wäre der Erhalt der Pflanzen und die Organisation eines Mähmanagements.

Beurteilende(r): Fürhacker Maria
1.Mitwirkender: Moog Otto

© BOKU Wien Impressum