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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Katrin Schnitzler (2021): DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE LANDWIRTSCHAFT IN ÖSTERREICHISCHEN PRINTMEDIEN Eine quantitative Inhaltsanalyse mit Fokus auf die Informationsfunktion der Massenmedien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 170. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Immer weniger ÖsterreicherInnen haben einen direkten Bezug zur Landwirtschaft: Die Zahl der Personen, die auf Bauernhöfen arbeiten und leben, nimmt kontinuierlich ab. Aufgrund dieses fehlenden Bezuges – der sogenannten Primärerfahrung – gelangen Informationen über die Landwirtschaft in Form von massenmedialer Kommunikation als Sekundärerfahrung an die Bevölkerung. Obwohl das Internet und soziale Medien fest im Alltag verankert sind, stellen laut Literatur die klassischen Medien, wie beispielsweise die Printmedien, bei landwirtschaftlichen Themen die wichtigsten Informationsquellen dar. Die vorliegende Masterarbeit erläutert, wie landwirtschaftliche Themen in den ausgewählten österreichischen Printmedien dargestellt werden. Mittels quantitativer Inhaltsanalyse werden 39 formale und inhaltliche Aspekte untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Informationsfunktion der Massenmedien und der Bewertung der österreichischen Landwirtschaft in der Berichterstattung. Als Untersuchungsmaterial wurden die Tageszeitungen „Kronen Zeitung“, „Kurier“, „Der Standard“, „Die Presse“, „Kleine Zeitung“, die Gratismedien „Heute“ und „oe24“ und die Wochenzeitungen „Niederösterreichische Nachrichten“ und „Bezirksblätter“ ausgewählt. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich über drei Monate. Insgesamt wurden 947 Artikel – davon 850 aus Tageszeitungen – als relevant eingestuft und codiert. In Bezug auf die Häufigkeit nahmen die „Kronen Zeitung“ und der „Kurier“ den größten Anteil an Artikeln in Tageszeitungen ein. Am seltensten wurden landwirtschaftliche Beiträge in den beiden Gratiszeitungen veröffentlicht. Die Beurteilung der österreichischen Landwirtschaft fiel in den untersuchten Printmedien überwiegend positiv aus. Um die relevanten Artikel in Hinsicht auf ihre Informationsfunktion zu analysieren, wurde unter anderem festgehalten, welche AkteurInnen in die Berichterstattung miteinbezogen werden. Vor allem NGOs kamen in den Printmedien selten – in Form einer direkten Rede – zu Wort.

Beurteilende(r): Haas Rainer

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