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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Armin Alexander Ebner (2021): Vergleich eines physikalisch-basierten Modells und eines "Day-Degree" Ansatzes hinsichtlich der Schneeschmelze in einem hochalpinen Untersuchungsgebiet an der Kölnbreinsperre im Maltatal.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft (HyWa), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 112. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Schneeschmelzprozesse spielen unter anderem bei der Einschätzung von saisonalen Abflüssen, der Vorhersage von Hochwassern oder auch beim Speichermanagement alpiner Speicherseen eine große Rolle. Die Schneeschmelze wird dabei oftmals mit einfachen Ansätzen beschrieben, um die Komplexität des Modells und somit auch die Rechenzeit und folglich auch die Anzahl an benötigten Parametern möglichst gering zu halten. In dieser Masterarbeit wird analysiert, inwieweit ein einfacher temperaturbasierter „Day-Degree“ Ansatz die Schneeschmelze beschreiben kann. Die Ergebnisse dieses Ansatzes werden mit dem physikalischen Modell Alpine3D verglichen, analysiert und diskutiert. Während mit Alpine3D die Energiebilanz der Schneedecke zu jedem Zeitschritt berechnet wird, wird mit „Day-Degree“ Ansätzen versucht, die Schneeschmelze indirekt über die Temperatur, welche ein Indikator der Strahlung ist, abzubilden. Als Untersuchungsgebiet wird ein Gebiet rund um den Kölnbreinspeicher in der Grenzregion zwischen Kärnten und Salzburg definiert, welches in etwa 17,35km² groß ist. Das Gebiet befindet sich auf rund 1700m bis rund 3000m über Adria. Die meteorologische Datengrundlage liefern fünf naheliegende ZAMG Klimastationen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem in Bereichen mit hohen kurzwelligen Strahlungswerten im Untersuchungsgebiet die Differenzen der beiden Modellansätze am höchsten sind und es eine Korrelation zwischen auftretenden kurzwelligen Strahlungswerten und den Modellabweichungen gibt. Es lässt sich weiters folgern, dass der klassische „Day-Degree“ Ansatz an sonnenabgewendeten Expositionen durchaus gute Ergebnisse liefert. Eine Mitberücksichtigung von kalibrierten Strahlungsparametern an strahlungsexponierten Lagen wäre demzufolge zur Schneeschmelzsimulation mittels „Day-Degree“ Ansätzen durchaus sinnvoll.

Beurteilende(r): Schulz Karsten
1.Mitwirkender: Koch Franziska

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