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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Annika Charlotte Ungerbieler (2021): Entwicklung von Buchenbeständen (Fagus sylvatica [L.]) bei zielstärkenorientierter Nutzung im Wienerwald und Günser Gebirge.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 100. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Ziele in der Bewirtschaftung von Buchenbeständen haben sich in den letzten Jahrhunderten wiederholt verändert. Heute ist Wirtschaftlichkeit zusammen mit Naturnähe und Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung sowie das Produktziel, qualitativ hochwertiges Sägerundholz zu erhalten. Durch kriegs- und nachkriegszeitliche Übernutzungen gibt es eine große Anzahl an mangelhaft gepflegten Beständen. Ziel dieser Arbeit ist es, Versuchsflächen, angelegt und waldbaulich analysiert in den Jahren 2001-2003, einer Wiederholungsinventur zu unterziehen und mit der Erstinventur zu vergleichen. Untersuchungen zur Bestandes-, Qualitäts- und Wertleistung stehen im Vordergrund. Auf den 92–133 Jahre alten Versuchsflächen wurden zielstärkenorientierte Eingriffe vorgenommen und im ersten Schritt rund 80-100 Plus-Bäume pro Hektar gefördert. Geplant war, pro Z-Baum ein bis zwei Bedränger pro Eingriff zu entnehmen, jedoch zur Wahrung der Bestandesstabilität die Grundflächenabsenkung pro Eingriff auf 25-30 % zu begrenzen. Die Ergebnisse zeigen, die Radialzuwächse auf den Flächen und damit der Zuwachs am Einzelbaum konnten positiv beeinflusst werden. Die mittleren periodischen Zuwächse pro Jahr lagen im Beobachtungszeitraum im Rahmen von 4,2-20,5 Vfmd/ha, die hektarbezogenen sanken insgesamt leicht. PROGNAUS ist in der Lage, für die Versuchsflächen den Vorrat und die Grundflächenentwicklung Bestandes abzubilden. Es lassen sich grundlegende Entscheidungskriterien definieren, unter denen eine Qualitäts- und Wertleistungssteigerung sinnvoll angewendet werden kann. Um das Risiko einer Entwertung durch Rotkernbildung zu minimieren, sollte die Gesamtumtriebszeit des Bestandes ein Alter von 140 Jahren nicht überschreiten. Es muss eine ausreichende Anzahl an qualitativ guten Bäumen der A- und B Qualität vorhanden sein. Je früher mit einer kräftigen Durchforstung begonnen werden kann, desto eher kann dieses im gegebenen Zeitrahmen erfolgen.

Beurteilende(r): Hochbichler Eduard

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