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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Ursula Maria Schnabl (2001): Vom Glück mit dem Pech. Traditionelle Nutzung und Gewinnung pflanzlicher Rohstoffe am Beispiel der österreichischen Harzgewinnung.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In Anlehnung an das Wissenschaftsgebiet der Ethnobotanik beschäftigt sich die Arbeit mit der traditionellen Verwendung einiger ausgewählter Nutzpflanzen. Ausgehend von Gesprächen mit Handwerkern, die verschiedene Pflanzen noch in traditioneller Arbeitsweise nutzen, wie Korbflechter, Gerber und Schindelmacher, wurde insbesondere die Lärche (Larix decidua Mill.) näher untersucht, die von mehreren Handwerkern als Arbeitsmaterial genannt wurde. Von besonderem Interesse war dabei, daß im Kärntner Gurk- und Metnitztal in einem traditionellen Bohrverfahren noch der Balsam der Lärche (Venetianer Terpentin) gewonnen wird. Diese Art der Harznutzung wurde der ebenfalls noch in geringem Ausmaß betriebenen Harzung der Schwarzkiefer in Niederösterreich gegenübergestellt, die noch bis vor wenigen Jahrzehnten im industriellen Maßstab durchgeführt worden war. Während die Harzung an der Schwarzkiefer aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts gut dokumentiert ist, findet sich kaum Literatur zur Harzung der Lärche. Diese Dokumentationslücke sollte die vorliegend Arbeit schließen. Neben der Beschreibung der derzeitigen Gewinnungsverfahren, wird auch auf die historische sowie die heutige lokale Weiterverarbeitung und Verwendung des gewonnenen Rohstoffes eingegangen.

Beurteilende(r):

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