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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Paul Bittner (2004): Erhebung der Qualität, Analyse und Diskussion der Untersuchungsparameter von sechs Kleinbadeseen als Basis für die Ausarbeitung von Sanierungsvorschlägen.
Diplomarbeit / Masterarbeit, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 138. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Ziel der Arbeit war es, den Zustand von sechs Kleinbadeseen zu erheben, um Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Qualität der Badegewässer ableiten zu können. Die untersuchten Badeseen, die in den Jahren 1969 bis 1974 errichtet wurden, haben eine Fläche von rd. 5.600 m2 bis 8.200 m2 und eine Tiefe von 2,5 m bis 3,0 m und sind rundum in offener Bauweise dicht bebaut und werden durch Grundwasser gespeist und mehr oder weniger stark eutrophiert sind. Aus vorhandenen Daten (seit 1977), chemisch-physikalischen Parameter wie z.B. die elektrische Leitfähigkeit, Phosphor- und Stickstoffparameter, Sulfat, Chlorid, TOC, die Oxidierbarkeit, die Sauerstoffsättigung und -zehrung, Chlorophyll-a, die Sichttiefe u.a. erhoben, mikrobiologische Parameter bestimmt, Daten von umliegende Grundwassermessstellen einbezogen, die hydrologischen Verhältnisse untersucht und eine Anrainerbefragung mittels Fragebogen durchgeführt. In der Langzeitbeobachtung sind in mikrobiologischer Hinsicht nach Ö-NORM M 6230-1 (1998) die am stärksten eutrophierten Seen als geeignet, die anderen als ausgezeichnet zu klassifizieren. In den Seen wird Nitrat (50 bis 130 mg/l) aus dem Grundwasser denitrifiziert. Die Konzentration Pges überschreitet in einigen Seen den Grenzwert nach Ö-NORM M 6230-1 (1998) von 0,02 mg/l P. In allen Seen findet sich der Großteil des Phosphors im Sediment, der zum überwiegenden Teil auf diffusen Eintrag von den umliegenden Seegrundstücken zurückzuführen ist. Daher wird neben Maßnahmen zur Minimierung des Phosphoreintrags, ein Verzicht auf Phosphordüngung und die Entfernung des Seesediments empfohlen. In den Seen mit dem höchsten Konzentrationen an Gesamtphosphor ist die Sichttiefe stark reduziert. Die Sichttiefen betragen z.T. nur 30 cm. Trotz ihrer räumlichen Nähe weisen die Seen eine deutlich unterschiedliche Wasserqualität auf, wie u.a. anhand der Leitfähigkeit nachgewiesen wurde. Die Ursachen dafür konnten jedoch nicht vollständig geklärt werden.

Beurteilende(r): Fürhacker Maria

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