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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Ingrid Meindl (2009): Motive und Werte zum Verzehr von Functional Food und biologischen Lebensmitteln - Eine Means-End Chain Analyse mithilfe der Laddering-Methode.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation (MI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 189. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Bedeutung von Functional Food und biologischen Lebensmitteln steigt, da verschiedene Faktoren zu einem erhöhten Interesse an gesunden Lebensmitteln führen. Ziel dieser Arbeit war ein Vergleich der Motive und Werte für den Konsum von Functional Food mit den Motiven und Werten beim Konsum von biologischen Lebensmitteln. Dazu wurde eine Means-End Chain Analyse (Wertkettenanalyse) durchgeführt. Im Theorieteil wurden mithilfe einer Literaturrecherche die Motive, Werte und Hintergründe für den Konsum von Functional Food und biologischen Lebensmitteln dargestellt, und die Means-End Chain Analyse sowie die darauf basierende Laddering-Methode beschrieben. Bereits hier konnten Parallelen und Unterschiede zu Functional Food und biologischen Lebensmitteln festgestellt werden. Im Mittelpunkt des empirischen Teils der Arbeit standen die Laddering-Interviews. Neben dem Laddering wurde ein Assoziationstest ausgeführt, und weitere Fragen im Zusammenhang mit Functional Food und Bio-Produkten gestellt. Bei der Befragung wurde der Fokus auf funktionelle Molkereiprodukte gelegt. Es wurde zwischen Heavy Usern, Light Usern und Non Usern unterschieden. Mit den Non Usern wurden keine Laddering-Interviews durchgeführt. Die vorrangigen Motive bzw. Werte beim Konsum von funktionellen Molkereiprodukten sind Gesundheit und Wohlfühlen sowie Genuss. Diese Motive ergeben sich aus den Produktmerkmalen, guter Geschmack und Gesundheits-Zusatznutzen, wobei den Heavy Usern der Zusatznutzen wichtiger ist als den Light Usern. Der Geschmack stellt aber bei beiden das wichtigste Produktmerkmal dar. Der Vergleich der Assoziationen zu funktionellen Molkereiprodukten nach Nutzungshäufigkeit zeigte, dass sie bei Heavy Usern ein sehr positives Image, bei Non Usern hingegen ein sehr negatives Image haben. Beim Vergleich der Laddering-Ergebnisse von Functional Food und biologischen Lebensmitteln stellte sich heraus, dass auf der Werteebene viele Übereinstimmungen bestehen. Allerdings ergeben sich die Werte aus unterschiedlichen Merkmalen und Konsequenzen, da auf der Attribut- und Konsequenzebene kaum Übereinstimmungen bestehen. Auf der Attributebene werden bei biologischen Lebensmitteln mehr Merkmale genannt wie z.B. Herkunft, artgerechte Tierhaltung oder Regionalität

Beurteilende(r): Haas Rainer

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