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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Roman Spechtenhauser (2011): Waldbauliche Analyse von Eichenmischwäldern in Südtirol.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldbau (WALDBAU), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 190. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Wissen und die waldbaulichen Erfahrungen für die Eichen - Wertholzproduktion in Südtirol sind gering, weshalb mit dieser Masterarbeit ein Waldbaukonzept auf Basis von Weiser- und Versuchsflächen erarbeitet werden sollte. Das Weiserflächenkonzept wurde für Laubmischwälder adaptiert, um das vorhandene Wachstums- und Wertleistungspotential der Eichenmischwäldern zu erfassen. Die Datenerhebungen wurden auf insgesamt 9 von Traubeneiche (Quercus petraea (Matt.) Liebl.) dominierten Beständen durchgeführt, wobei 2 Flächen der Dickung und 7 Flächen dem Baumholz zugerechnet werden können und davon eine als Weiserfläche konzipiert worden ist. Bei einer mittleren Baumhöhe von 18 m und einen BHD von 30 cm der Traubeneiche steigt im Mittel der Primärkronenansatz auf 12,6 m, der Totastzonenansatz auf 6,6 m und die Sekundärkrone auf 3,2 m Höhe an. Die angestrebte astfreie Schaftlänge von 7 m wird somit nicht erreicht. Die mittlere Anzahl an qualitativ ansprechenden Z-Bäumen mit A oder B Qualität liegt zwischen 50 und 60 Individuen/ha. Durch die Bestandesanalyse stellte sich heraus, dass die besseren Standorte einiger Waldtypen aber durchaus das Potential für die Eichen - Wertholzproduktion besitzen. Jedoch sind sämtliche Bestände einschichtig, was den aktuellen Bewirtschaftungsspielraum stark einschränkt. Eine Dickungsanalyse ermöglichte das Potential der jungen Eichenmischwälder zu bestätigen. In der Masterarbeit wurden die in der Literatur beschriebenen Konzepte zur Eichenwaldbewirtschaftung kritisch diskutiert und auf Basis dessen ein für die Südtiroler Verhältnisse angepasstes Bewirtschaftungskonzept erarbeitet. Hierbei wird von einer angestrebten Z-Baumanzahl von 70 Individuen/ha, welche im Endbestand einen Zieldurchmesser von über 60 cm in einer Umtriebszeit von 120 Jahren erreichen sollten, ausgegangen. Das empfohlene Konzept wurde auf den Versuchsflächen umgesetzt wobei sich zeigte, dass nur auf der Fläche LF 1 die angestrebte Z-Baum Anzahl von 17 bis 18 Individuen am ¼ Hektar realisiert werden konnte. In der abschließenden Diskussion und den Schlussfolgerungen werden Empfehlungen für die praktische Umsetzung gegeben und das vorgeschlagene Eichenbewirtschaftungskonzept kritisch reflektiert.

Beurteilende(r): Vacik Harald
1.Mitwirkender: Hochbichler Eduard

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