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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Katrin Keglovits (2011): Analyse des Einzugsgebietes der ARA des RHV Neusiedler See-Westufer bezüglich maßgebender Einflussfaktoren.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 131. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Nach ein paar Jahren in Betrieb erfolgte eine Auswertung der Betriebsergebnisse aus der Eigenüberwachung des Reinhaltungsverbandes Region Neusiedlersee-Westufer und der Gewässeraufsicht. Diese Arbeit stellt eine Grundlage für die Erstellung einer Studie über eine verursachergerechte Aufteilung von Finanzierungs- und Betriebskosten dar. Zur Analyse wurden historische Daten, Aufzeichnungen des Reinhaltungsverbandes Region Neusiedlersee-Westufer und der Gewässeraufsicht sowie eine Studie aus dem Jahr 1993 herangezogen. Es wurde auf 3 Bereiche eingegangen - Fremdwasser, Weinbau und Tourismus. Die Auswertung der Abwassermengen erfolgte hinsichtlich Fremdwasseranteil unter Einbeziehung der Grundwasserverhältnisse, Seewasserstände und durchgeführter Kanalsanierungen. Weiters wurde eine Abschätzung der Entwicklung des Fremdenverkehrs im Verbandsgebiet in Bezug auf Schmutzfrachtbeiträge (Festpiele, Tagestourismus) sowie eine Abschätzung des Frachtanteils aus dem Weinbau (Entwicklung der Anbauflächen, Betriebsstruktur) gemacht. Ein direkter Zusammenhang zwischen Grundwasserspiegel und Fremdwasser konnte in keiner der Gemeinden nachgewiesen werden. In Bezug auf den Seewasserstand ist eine teilweise Korrelation in den Gemeinden Schützen, Oggau und Mörbisch im Jahr 2001 erkennbar. In Rust und Oslip sind für die Jahre 2001 und 2002 Übereinstimmungen des Fremdwassers mit dem Seewasserpegel ersichtlich. Die Schmutzfrachten unterliegen jährlichen Schwankungen, die hauptsächlich Spitzen im Juli (CSB, BSB5) und im Oktober (TOC, BSB5 und CSB) aufweisen. Diese Spitzen sind sowohl durch den Weinbau als auch den Tourismus bedingt. Eine genaue Aufteilung wie viel Prozent der Frachten nun tatsächlich vom Weinbau stammen und wieviele vom Tourismus kann allerdings nicht getroffen werden. Gesamt betrachtet sind die Stickstoff und Phosphor-Frachten einem periodischen Auf und Ab unterworfen. Die Spitzen treten meist im Oktober auf. Dies könnte auf den Weinbau zurückzuführen sein, da sowohl die Zulaufmenge als auch die Frachten enorm ansteigen.

Beurteilende(r): Haberl Raimund
1.Mitwirkender: Ertl Thomas

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