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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Helena Romanek (2011): Vergleich der Motivstrukturen spanischer und österreichischer Verbraucher zum Konsum biologischer Lebensmittel Eine Anwendung der Means-End-Chain-Analyse.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Marketing und Innovation (MI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 132. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Produktion und der Konsum biologischer Lebensmittel ist einer der bedeutendsten Lebensmitteltrends weltweit, obgleich es in der Entwicklung dieser Branche länderspezifische Unterschiede gibt. Ziel dieser Masterarbeit war es Information über die Motivstrukturen spanischer Bio-Konsumenten zu generieren und die Unterschiede des Konsum biologischer Lebensmittel zwischen Spanien und Österreich zu ermitteln. Der theoretische Teil der Arbeit beinhaltete eine Ist-Analyse der Bio-Branche in den untersuchten Ländern entlang der Wertschöpfungskette sowie die Zusammenfassung bisheriger Ergebnisse zu internen und externen Einflussfaktoren des Bio-Konsumverhaltens. Als empirische Studie wurden 50 Bio-Konsumenten in Spanien zu ihrem Konsum biologischer Lebensmittel befragt. Kernelement der Befragung war das auf den Means-End-Chain-Ansatz beruhende Laddering-Interview: Es konnte daher von wichtigen Produktattributen biologischer Lebensmittel auf die dahinter stehenden Werte und Motive der Konsumenten geschlossen werden. Andere Fragen betrafen unter anderem Assoziationen zu biologischen Lebensmitteln, Gründe gegen den Bio-Kauf und die Einkaufsstättenwahl. Diese Daten wurden mit Ergebnissen einer Studie der Agrarmarkt Austria (AMA) und bisherigen Studien des spanischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen und maritimen Raum verglichen. Aus dieser Analyse resultieren folgende Werte, die in beiden untersuchten Ländern wichtig sind: Gesundheit, Genuss und Umweltbewusstsein. In Österreich wurden zusätzlich beruhigtes Gewissen und soziale Gesinnung als treibende Faktoren genannt, während in Spanien auch Wohlbefinden, die Ablehnung der Abhängigkeit der Landwirte von Multinationalenkonzernen und Spiritualität zum Bio-Konsum leiten. Gründe gegen den Bio-Konsum sind in beiden untersuchten Ländern der Mehrpreis, mangelnde Verfügbarkeit und Misstrauen in die Bio-Kontrolle.

Beurteilende(r): Haas Rainer

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