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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Jakob Gruber (2016): Regional Governance im Hochwasserrisikomanagement.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 98. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Hochwasserrisikomanagement rückt die regionale Ebene verstärkt ins Blickfeld, da es sich bei Hochwasserereignissen in der Regel um regionale Phänomene handelt. Bei regionalen Planungsansätzen im Hochwasserrisikomanagement kommt es zur Überlagerung verschiedener Räume, der Flussraum bzw. das Einzugsgebiet auf der einen und der administrativ orientierte Planungsraum auf der anderen Seite. Unter dieser Inkongruenz leidet die Effektivität von Raumplanung und Schutzwasserwirtschaft, die für die Prävention im Hochwasserrisikomanagement eine zentrale Rolle spielen. Als Lösung für dieses „problem of fit“ kommen formelle Planungsansätze, wie die Regionalplanung, und Regional Governance-Ansätze in Frage. Regional Governance wird in dieser Arbeit als Verknüpfung informeller Planungsansätze mit Elementen der formellen Planung verstanden. Die Analyse von Regional Governance-Ansätzen auf Basis der Fallstudien Hochwasserschutzverband Aist und Schutzwasser-wirtschaftlicher Raumentwicklungsplan (SREP) zeigt, dass Regional Governance im Hochwasserrisikomanagement eine Alternative zu formellen Planungsinstrumenten, wie der Regionalplanung, darstellen kann, insbesondere dort, wo regionale Planungsinstrumente sowohl der Raumplanung als auch der Wasserwirtschaft nicht verfügbar bzw. nicht ausreichend entwickelt sind. Der Vorteil von Regional Governance im Hochwasserrisikomanagement liegt darin, dass eine fluss- bzw. einzugsgebietsbezogene Planung durch kooperative Steuerungsformen („down-up“-Steuerung) Berücksichtigung findet, wodurch „problems of fit“ gelöst werden können. Regional Governance-Ansätze können, falls kooperative Steuerung als nicht ausreichend erachtet wird, in formelle Planungsinstrumente, wie regionale Raumordnungsprogramme, Sachprogramme oder wasserwirtschaftliche Regionalprogramme weiterentwickelt werden.

Beurteilende(r): Stöglehner Gernot
1.Mitwirkender: Seher Walter

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